Full text: Der Bergmannsfreund (3)

Nr. 12. Hergmanng⸗⸗ n 
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Bochenotatt zur Unterhaltung ung elehrung für Berqlente. 
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Erscheint jeden Freitag. Bestellungen nehmen die Expedition in Saarbrücken, alle Postanstalten, sowie auf den hiesigen Gruben und 
den benachbarten Ortschaften die besonderen Boten entgegen. 
Preis für das Vierteljahr bei der Erpedition 3 Sgr. durch die Postanstalten oder durch die besondern Boten bezogen 4 Sgr. 
Der Abonnementspreis ist im Laufe des ersten Monats zu berichtigen. 
— — 
Der König lebe! König Wilhelm lebe! 
Der beste König — hoch! 
Und nochmals, nochmals: Preußens Königlebe! 
Er lebe ewig hoch! 
O Herr, laß Du den Abend Seines Lebens 
Voll Heils und Friedens sein! 
O laß Du jede Saat des reinen Strebens 
Auch unter uns gedeih'n! 
Zum Köonigsgeburtstage 
am 22. März. 
Wo Meereswogen an die Küste schlagen, 
Wo stolz der Rheinstrom zieht, 
Wo hoch der Riesenberge Gipfel ragen, 
Im Grün die Traube glüht: 
In Süd und Nord, im Osten und im Westen, 
Im ganzen Preußenland, 
Da drücken heut' die Edelsten und Besten 
Sich stolz und froh die Hand. 
Mag Sitte sie, mag sie der Glaube trennen, 
Heut' sind sie Au' vereint, 
Sie sind Ein Volk, das treue Volk der Brennen, 
Es giebt heut' keinen Feind! 
Es ist der Königstag, geweiht seit Jahren, 
Durch Volkes Treu' geweiht, 
Das knüpft, was es in großer Zeit erfahren, 
An ihn voll Dankbarkeit. 
Du Königsheld, — es knüpft's an Deinen Namen, 
Gedentt der ernsten Zeit, 
Wo Du es riesst, und Alle, Alle kamen, 
Zum Tod für Dich bereit; 
Gedenkt an Deinen Schmerz, an Deime Sorgen, 
An Deinen starken Muth, — 
Doch denkt es stolz auch an den Siegesmorgen, 
Erkauft mit theurem Blut: — 
Und wie im Frieden Du gerecht und weise 
Und vüäterlich regierst, 
Wie Du so fromm, dem Ewigen zum Preise, 
Mit Huld das Seepter führst. — 
Das dentt das Volk, — und wir, wir denken's Alle, 
Wir stimmen jubelnd ein. 
Die Freude rust durch die geschmückte Halle, 
Das Königsfest zu weih'n: 
Anttliches. 
Vom 1. April ab ist der Bergwerks-Direktor Fre und von Grube 
Gerhard-Prinz Wilhelm an das Kgl. Salzwerk zu Schönebeck (Provinz 
Sachsen) versetzt. Au seiner Stelle ist der Bergassessor Nasse zum Berg 
werks-Direktor und Dirigenten der Grube Gerhard-Prinz Wilhelm ernanni. 
Der Grubensteiger Klein von Grube Reden-Merchweiler ist auf die 
Grube Kronprinz Friedr. Wilhelm-Geislautern und der Grubensteiger 
Manz von letzterer Grube auf die Grube Reden-Merchweiler versetzt. 
Der Bergmann und Militär-Invalide Johann Kammer 5. zu 
Püttlingen ist zum Grubenwächter der Grube Gerhard-Prinz Wilhelm er— 
nannt, 
Der Fahrsteiger Conrad Müller von Grube Altenwald ist vom 1. 
April ab pensionirt. 
Bohrmeister Kind. * 
Den 9. März schied auf seinem Gute, zwischen Forbach und 
Saarbrücken, am Fuße der Spicherer Höhen auf der goldnen 
Bremm gelegen, aus diesem Leben der Ingenieur im Fache 
des Bohrwesens, Herr Carl Gotthelf Kind, ein Mann, 
der viel gearbeitet und Großes geleistetet hat, alle seine Er— 
folge aber nur seiner persönlichen Tüchtigkeit, seiner großen 
Begabung und gewaltigen Energie verdantle. Vermögen und 
borzügliche Schulbildung haben ihm den Weg nicht gebahnt. 
Sohn einer Bergmannsfamilie, in der Nähe von Freiberg (Kö⸗— 
nigreich Sachsen) den 7. Juni 1801 geboren, mußte er mit dem 
zwölften Jahre schon zum Schlägel greifen und in die Grube 
einfahren. Doch unwiderstehlich trieb ihn sein strebender Geist 
in die Bahn selbstständiger Arbeit im Fache des Bohrwesens, 
wozu er von Gott mit so außergewöhnlichen Gaben war aus— 
gestattet worden. Mit Brunnengraben anfangend, aber seine 
Arbeit stets mit Nachdenken betreibend, alle Ersahrungen auf das 
Sorgfältigste verwerthend, schritt er bald zu immer größeren Auf—⸗ 
zaben forl. Besonders erbohrte er an mehreren Orten in Thuͤ— 
ringen Lager von Steinsalz, wodurch er zuerst die Aufmerk am⸗ 
keit auf sich lenkte. Die ihm so nöthigen geognostischen Kennt— 
aisse holte er, mit Hülfe eines gelehrten Freundes, um so leich— 
ter nach, als er von Natur Verständniß für die Zusammen⸗ 
setzung und Schichtung der Erdkruste hatte. Längere Zeit hielt 
er sich im Großherzogthum Weimar auf und von dort folgte 
er einem Rufe nach Luremburg, um auch hier Stein—
	        
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