Full text: Der Bergmannsfreund (3)

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Wochenblatt zur Unterhaltung und Belehrung für Verglente. 
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Erscheint jeden Freitag. Bestellungen nehmen die Expedition in Saarbrüdeen, alle Postanstalten, sowie auf den hiesigen Gruben und 
dven benachbarten Ortschaften die besonderen Boten entgegen. 
Preis für das Vierteljahr bei der Expedition 3 Sgr. durch die Postanstalten oder durch die besondern Boten bezogen 4 Sgr. 
Der Abonnementsvreis ist im Laufe des ersten Monaͤts au berichtigen. 
Mit dem neuen Jahre 1873 beginnt der 
Bergmannsfrennd seinen dritten Jahrgang. Es 
wird gebeten, die Bestellungen auf das 1. Quartal 1873 
möglichst frühzeitig zu machen, und zwar für Saar—⸗ 
hrücken bei der Expedition, auf den benachbarten Gruben 
bei den betreffenden Boten oder den sonstigen bekannten 
Stellen, im Uebrigen bei den nächsten Postanstalten. 
Die Abonnementspreise für das Quartal bleiben 
nach wie vor: in der Expedition zu Saarbrücken 3 Sgr., 
durch die Boten oder durch die Post bezogen 4 Sgr. 
Amtliches. 
Dem Obersteiger Ender lein zu Grube Altenwald ist das Allgemeine 
khrenzeichen, sowie den Berghäuern Wilhelm Krause II. und Ernst 
Wildebrandt zu Ober-Saizbrünn, Kreis Waldenburg, die Rettungs⸗ 
nedaille am Bande Allerhöchst verliehen worden. 
Die Aufseher Julius Seiffarth und Ferdinand Wuttke auf 
ßrube Dudweiler-Jägersfreude und der ehemalige Bergschüler Jakob 
Frank auf Grube Friedrichsthal-Quierschied sind zu Grubensteigern er— 
anni, sowie der pensionirte Steiger Hohlfeid auf Grube Dudweiler— 
Fägersfreude als Grubenwächter wieder angestellt. 
Zum Ansange des neuen Jahres. 
Blück auf! Glück auf! Du bist, o Gott, 
Allzeit mit uns gefahren, 
Du thatest uns, Herr Zebaoth, 
Gar wunderbar bewahren; 
Du gossest von dem Sternenhaus 
Auf uns der Gnade Segen aus, 
Gabst uns so reiche Beute, 
Zum Brode Heil und Freude! 
Glück auf! Glück auf! Des Herzens Dank 
Sei fröhlich dir gesungen, 
So froh, als traurig der Gesang 
Oft in der Teuf' erklungen; 
Du halfest, Herr, als uns der Tod 
Amschwebte, halfst aus aller Noth, 
Du schirmtest, als die Wacken 
Uns feste wollten packen! 
Glück auf! Glück auf! Die Zeit vergeht, 
Ein Jahr eilt hin zum andern; 
Mach', daß nach Ost der Compaß steht, 
Wenn wir zur Grube wandern! 
Bald ist es aus, ein hölzern Kleid 
Liegt lange schon für uns bereit; 
Es faäͤllt der Baum im Walde, 
Es naht der Sarg uns balde. 
Blück auf! Glück auf! Der alte Mann 
Muß dieses Jahr schier springen; 
Dann geht der Bergmannsreihen an, 
Fern von den eitlen Dingen; 
Dann finden wir den mächt'gen Gang 
Vom reinsten, schönsten Silberklang, 
In unsern Nachgefilden 
Ddas himmlische Rothgülden! 
Blück auf! Glück auf! Ist's, Herr, dein Will', 
Daß schon in diesem Jahre 
Zur langen Nacht so ernst, so still 
Der Ein' und Andre fahre, 
So gib ihm in dem Tode Licht, 
Mach's gut mit seiner letzten Schicht, 
Und laß von Zions Auen 
Ihm Ruh' in's Grab hinthauen! 
Saarbrücker Knappschafts-Verein. 
Das Knappschafts-Statut vom 26. Juli 1872. 
WVerlust der Mitgliedschaft.) 
VIII. 
Faßt man bei dem gemachten Vorschlage zunächst die 
materielle Seite ins Auge, d. h. fragt man, wie wird die 
Kasse dabei stehen, so will es scheinen, daß die Antwort nur 
zu Gunsten derselben ausfallen kann. 
Wenn beispielsweise die im jetzigen Statut für die Ar— 
beiter auf 1 Thlr. 5 Sgr. pro Monat festgesetzten Beiträge 
unter Hinzurechnung eines gleichen Betrages Seitens des 
Werkseigenthümers ausreichen, den Vereinsgenossen selbst 
hei dem schwierigen, das Leben und die Gesundheit bedrohen⸗ 
den Berufe des Bergmanns die durch das Statut über—⸗ 
nommenen Unterstützungen sicher zu stellen, wie viel mehr 
nußte dies bei gleichen Beiträgen der Fall sein, wenn nicht 
Bergleute, sondern Tagearbeiter, Handwerker, ackerbautrei⸗— 
hende Leute, deren tägliche Beschäftigung sie keinerlei be— 
sonderen Gefahren aussetzt, zahlende Mitglieder sind! 
Und wenn dem so ist, so könnte ein vermögender 
Bauer oder Handwerksmann ja gar Nichts Besseres thun, 
als seine Söhne einige Monate anfahren lassen; sie erwerben 
die Mitgliedschaft. treten dann aus. und behalten dieselbe
	        
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