Full text: Der Bergmannsfreund (3)

m pez. 
in 3 ergmanngg 
e⸗ 115 
* 
Glück 
auf! 
Wochenblatt zur Unten 
und Belehrung suür Verglente. 
— * 
Erscheint jeden Freitag. Bestellungen nehmen die Expedition in Saarbrüden, alle Postanstalten, sowie auf den hiesigen Gruben und 
den benachbarten Ortschaften die besonderen Boten entgegen. 
Preis fur das Vierteljahr bei der Erpedition 3 Sgr. durch die Postanstalten oder durch die besondern Boten bezogen 4 Sgr. 
Der Abonnementspreis ist im Laufe des ersten Monats zu berichtigen. 
Amtliches. 
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht, dem 
Betriebsführer der Steinkohlenzeche Erin, Friedr. Wilh. Koll— 
mann zu Kastrop, Kreis Dortmund, und dem Häuer Theodor 
Kohlpoth von derselben Zeche die Rettungs⸗-Medaille am 
Bande, sowie dem Häuer Heinrich Anton Grothe derselben 
Zeche das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen. 
Der Bergassessor Schröder ist als Hülfsarbeiter bei der 
Berginspeklion Heinitz eingetreten. Der Schichtmeisterei⸗Assistent 
Beher' von Grube Heiuitz ist unter Versetzung nach Grube 
Friedrichsthal⸗Quirschied zum Sekretär ernauut. 
Der Steiger Knothe von, Grube Gerhard-Prinz Wilhelm 
ist vom 1. November ab an die Grube Kronprinz versetzt und 
mit dem Kohlenverkauf in Ensdorf betraut. 
Der Bauwerkmeister Will ems von Grube König-Welles— 
weiler scheidet mit dem 1. November aus dem Kgal. Gruben— 
dienste aus. 
Dem praktischen Arzte Dr. Schickendantz zu Cusel ist die 
Ausübung der knaäppschaftlichen Praxis in dem neu gebildeten 
Kursprengel Cusel (bairische Pfalz) uͤbertragen worden. 
Der“ Knappschaftsarzt Dr. Büsch in St. Wendel ist ge— 
storben. 
Die Knappschastsvereine des preußischen Staates im 
Jahre 1871. 
Die allgemeinen finanziellen und sonstigen Verhältnisse 
der Knappschaftsvereine, welche im Jahre 1879 durch die 
Einwirkung des Krieges mit Frankreich eine weniger günstige 
Gestaltung angenommen hatten, haben im Laufe des Jahres 
1871 mit dem Wiederaufschwung der heimischen Berg- und 
Hüttenindustrie und mit der Rückkehr der zu den Fahnen 
Anberufen gewesenen Knappschaftsmitglieder eine wesentliche 
Besserung erfahren. 
Es umfaßten die überhaupt bestehenden 91 Knappschafts- 
vereine: 2445 Bergwerke, 188 Hüttenwerke und 18 Salinen, 
zusammen 2646 Werke, auf welchen im Jahresdurchschnitt 
101,818 ständige und 106,349 unständige, zusammen 
208,162 Vereinsgenossen beschäftigt waren. 
Gegenüber 1870 hat sich die active Arbeiterzahl auf 
den Werken der Vereine im Jahre 1871 bei der Klasse der 
Ständigen um 3301, bei der Klasse der Unständigen um 
7793 und im Ganzen um 11,096 Mann vermehrt. — Auf 
den Berawerken allein waren das ganze Jahr hindurch im 
Durchschnitt beschäftigt 88,897 ständige und 93,631 un— 
ständige Arbeiter; auf den Hütten und zugehörigen Werk⸗ 
dätten 10,920 siändige und 12,462 unstaͤndige Arbeiter 
ind auf den Salinen 996 ständige und 256 unständige 
Arbeiter. 
Im Laufe des Jahres 1871 wurden von den activen 
Mitgliedern 
invalide 1524 Mann, 
es starben 2980 Mann, darunter 5855 in Folge 
von Veruuglückung. 
Die Zahl der von den Vereinen unterstützten Personen 
belief sich am Schlusse 1871 auf: 
9,634 Ganz-Invaliden, 
321 Halb-Invaliden, 
14,800 Wittwen und 
23,645 Waisen, 
zusammen 18,400 Personen. 
Das Vermögen der Vereine hat sich im Jahre 1871 
nur unbedeutend vermehrt. 
An laufenden Einnahmen sämmtlicher Vereine kamen 
im Gauzen 2,264,628 Thlr. ein, oder auf 1 Mitglied 10 
Thlr. 26 Sgr. 3 Pfg., von welcher Summe fast genau die 
eine Hälfte in Beitraͤgen der Mitglieder selbst, die andere 
Hälfte in Beiträgen der Werksbesitzer, Kapitalzinsen und 
anderen Einnahmen besteht. 
An laufenden Ausgaben waren erforderlich 2,230,739 
Thlr. oder auf 1 Mitglied 10 Thlr. 21 Sgr. 6 Pfg. — 
Diese Ausgaben vertheilen sich ini Einzelnen, wie folgt: 
Kur und Arznei. .. . 484,182 
Krankenlöhne.... 2R.. 347,839 „ 
Unterstützung von Invaliden, Wittwen 
und Waisen. 1,059,034 , 
Begräbnißbeihülfen... 39,081 
Außerordentliche Unterstützungen. 78,410 5 
Schulunterrich ., 80,2586 
Verwaltungs- und sonstige Kosten. 171,968, 
Das gesammie schuldenfreie Vermögen aller Vereine belief 
sich am Jahresschlusse 1871 auf 4,739,182 Thlr. — Dies 
macht auf 1 Kopf der ständigen Vereinsmitglieder etwas 
uͤber 42 Thlr. und auf 1 Kopf der Gesammtmitglieder 
nahezu 21 Thlr.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.