Full text: Nach der Schicht (48)

Seite 752 
„Nach der Schicht“ 
Nummer + 
dd — 
Der Schindecrhaunes 
Bücherwündsche 
für den Gabentisch! 
Bitte jetzt schon aufgeben. 
Verlag „Nach der Schicht“ 
Wiebelskirchen 
Der Hunsrück oder Hunsbuckel, wıe 
ıhn der Volksraund nennt, ist in drei 
Deine einge eilt: Hachwald, Soonwald 
und [darwald 
im vorgen Jahrnundert herrschte in 
äca Gegenden des Huch- und Idar- 
Waldes eine Kauberbande, deren An- 
füunrer sich Schindernannes nannte 
Dieser Name ist leicht zu erklären: 
Der Varier des Schimmuerhannes War 
Secninder in eınem kleinen Dorf bei 
Biırkenield an der Nane., Sein richtiger 
Name war Johannes Bückler. 
mer WuL ıeHN ein:ge Geschichten über 
31 Kauberieben und seinen Lod er- 
Zallıen 
SCHON als Kitiner vunge Zeichnele 
3104 yUunul SCclMaerNnannes durch seine 
Vıcıe4 Frecnnelen dis DIED aus. Im 
Dur: gptach Mall laglch Viele Mae den 
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werden. Oft üucfen Beschwerden Der 
Seo: SCHINderNaNNeS BeREN Scin.a 
Soil ein, Doca Uilcser machte Sich 
Aich Vuel daiaus Und hieß scinen Sonn 
Funıig WELNer QMäanlieren. Der Vater 
storte sich nicht an dus diebische Trei- 
ben des Sehnes, Schon mit 16 Jahren 
war der ange Schinderhannes ein Be- 
fahrlicher Bursche, Er überfiel Wun- 
aciıer und verubte große Kinbruche, 
Dit schnappte ılın die Polizei und er 
sap eine Zeitlang ım „Kıttehen", Dach 
daratıs Mächte sich Scheim Schinder- 
hannes ur nıchts, Möchten die Leute 
se viel über ıhn reden w1e sie Wollten, 
er maüchte sıch einfach nichts daraus 
Er !rıebh seinen Lebenswandel SO Wol- 
ter wie den bisherigen. Sein Leib- 
Spruch wur: „Den Armen tun wir 
nichts, den Reichen schudet es nichts 
Nach und nach verfüunrte er die 
Burschen des Dorties und der ganzen 
Vmgebung und gründete eine Ruubor- 
ande, deren Anführer er ward. Nun 
naften sich die Raububertalle und 
Dichstahle von Taz zu Tag immer 
mehr Kin allzuschlechter Mensch war 
Serinderhannes jedech nieht. AR Mar- 
des Kann man Schinderhannes nicht 
hesöchnen er beging mie einen Mord 
Ye ra tal meist mar alıe Heichen 
Won er genug battn schenkte er of 
seele von dem Sbet*ehlenen den Ar- 
a In den Achten Wardern 0 
Mc und Tellracaldes hatte fr 
Shan dechatnne satte darf) po Dh Ce 
Ta se Kam semane) on die N 6 
Bien Master Kesı  0S0 AV LTde er, AWP 
sich die Bande darin aufhielt, uber- 
allen und an einen weit entfernten Ort 
zeschleppt. Einmal tauchte Schinder- 
ıannes hıer auf, einmal dort. Wo er 
‚tets zu finden war wußte niemund 
‚ange Zeit heftete sich die Polizei auf 
lie Fersen des Banditenführers, denn 
'ür die tollen Streiche, die dieser sich 
»rlaubte, mußte er bestraft werden 
Aber auch die Polizei kam hald zı 
ler Überzeugung, daß Schinderhannes 
ne gut organisierte Bande leit”te 
ielleicht waren nach sogar einige 
Dolizisten auf seiner Seite 
nan diesen Raubmord auf das Konto 
jes Schinderhannes. Später kam mar 
‚edoch von dieser Überzeugung ab. 
Wer aber sollte dieser feige Möüördeı 
zewesen sein? Vielleicht ein Abtrun- 
niger der Schinderhannesbande, der 
jas Räubergeschäft nun auf eigene 
Zechnung trieb? Bis heute weiß marı 
ı1och nicht, wer der Mörder war. 
Schinderhannes hatte eine Braut, die 
Iulchen. Diese half oft bei seinen ver- 
arecherischen Arbeiten mit. Sie steckte 
sıch oft in Männerkleidumg und nahrr 
die Pistole zur Hand. Bei jeder Hoch- 
zeit des Dorfes war Schinderhinnes 
mit seiner Braut zugegen. Wurde er 
Pinmal nicht eingeladen, so konnte 
diese Familie in der nächsten Zeit mi‘ 
aınem Schinderhannesstreich rechnen 
In Kreuznach war einst Viehmarkt 
Sun adden Seiten siromten die han-lels- 
‚uüstigen Juden herbei, um ihre Waren 
zu verkaulen. Geßen Abend verheber 
ste met vollen Geldsackchen den Markt 
Dieses Wuhte Schinderhannes. Er legte 
ach mit seinen Gesellen an einoT 
“elsen, an dem dıe Nahe vorbeifh-1t 
ıuf die Lauer, 
Als dıe Juden kamen, streckte 
Schinderhannes seine Flinte nach vorr 
ınd gehot den Haundlern anzuüuhalten 
Nie angewurzelt blıebn die Juder 
‚stehen. Kınige wollten noch fhehen 
‚ahen aber zu ihrem großten Entsetzen 
uch van vielen Munnern mut rubge. 
schwarzten Gesichtern und Flinten in 
jer Hand umzingelt. Zitternd und 
jammernd ergaben sich die Juden ın 
hr Schicksal. Sie wufßten aun mi 
wem sie 65 Zu tun halten Schinder 
aannes sammelte die vollen Geldburser 
an und gebet den Handlern „Schuhe 
aisziehen"”. Zıtternd folzten sie dem 
Zefehl des Rauberhauptmanns Sie 
egten sie auf einen Haufen Danr 
nNnußten ste wieder die Schuhe anzıe- 
en Sie warfen sıch auf die Schuhe 
anden aber nicht gleich die Thriıgen 
Sie verschlugen sth untereinander 
Schrnderhannes muchte sieh derwei 
achend mt seiner Bunde daven 
FKınes Tages wurde Schinderhanne: 
yjos fonem Kinhbruch auf frischer Tar 
»rtabppt Mit 20 seiner Getreaen wor. de« 
Sr Refangen genommen. Sie würdet 
a dien Hear aarlı Matnz geht anf 
an dart ıbre Ni afße on Kann Lan) ZU 
HN Na den: Kemdliden Oleset Henn 
Hatten Schiardernuntnes un lc he obhrivel 
Räuber den Tod verdient. So wura:ı 
Schinderhannes schon mit 24 Jahreı 
nit dem Fallbeil enthauptet. Wen: 
Minuten nach der Enthauptung bracn!« 
an Eilbote aus Paris einen Begnadi 
zungsbrief von der französischen Re 
zierung. Darın hieß es: Schinderhanrn 
sollte mit seinen Gesellen nicht eni 
hauptet werden, sondern zu lebens 
änglichem Zuchthaus verurteilt weı 
den. Doch zu spat, an dem Fallbe 
Klebte schon das Blut der Rauber 
Wilfried Burr. 
Schinderhannes rıtt eın vortreffliche: 
Merd. Darum wußte er immer den 
‚Vertretern des Gesetzes” zu entgehen 
Zines Tages saß Schinderhannes in 
211em Dorf unweit der Sıadi Opersteir 
an der Nahe ın einer Schenke, Pioiz- 
ıch kamen cinıge Polizisten herein und 
‚adien „Im Dorf erzahlte man uns der 
Zandıtenfunhrer Schimderhännes se‘ 
‚ben Zu dieser Wirtschaft geritten 
Jer Wirt war gerade nicht in der Gast 
Aube anwesend und auch sonst Mme- 
Dnand, Schinderhannes war allein Das 
var wicder einmal sein Gluck Dis 
dolizısten hielten Schinderhannes 1ü1 
ion Wirt Der gerissene Schinder 
jannes antwortete: „Hier war Schin- 
derhannes noch nicht, Die Polizei 
‘;erheß das Gasthaus, Schinderhanber 
tachte: „Nun wird es für dıch Zeıt 
Ir verheß ebenfalls unbezanlt die 
darfschenke nahm sein Pferd und 
uührte es zu einem Hufschmied Die- 
‘er mußte das Pferd des Schrader 
ıannes neu beschlusgen Er mußte dir 
Tufcisen verkehrt ferum aufschlagen 
Ada die Spuren ın die eniBeRebnae 
etz'e Richtung zeigten So wunlte 
Schinderhannes die Polizei von sich 
‚bschutteln. Verkäugt Tritt Schinder- 
yannes davon, letzt konnte man hr 
zergdebens verfülzen. Er war wieder 
uamal den Vertretern des Gese!ze 
Iurch die Lappen 2.e02an2en 
Frau P. hat zum Geburtstag ge 
aden. Die Wohnung erstrahlt il 
Festlichem Glanz als die Gäste er 
scheinen und ihre Glückwünsch, 
überbringen. Aber auf dem lieb- 
lichen Gesichtehen des Geburtstaes- 
kindes bemerkt ihre beste Freundır 
sınen Schatten. Du bist heute .nich 
glücklich! War Dein Munn nicht auf- 
nerksam? Oh doch. aber sich Dit 
meinen Boden an! Zwei Tage halt 
‚ch ihn bearbeitet und doch fehi 
hm der Glanz. Was kann ich nu 
tun? Ich weil Rat! Nimm doch ein 
fach PP 105 Nicht ın zwei Tagen. son 
dern in zwei Stunden gibst Du De: 
1er wunderschen eingerichtet.” 
Wohnung die letzte Krinung un 
der Schatten in Deinem Gesicht ve 
wandelt sich in strahlendes Lachel: 
"Ind A’esez alles durch P 1057 
Em diese Zeit, In der Sehindernann 
yetrschte, warrde eines Tuyes um Worb de 
wWischen Nennweiler und HeinissTe 
un Steuermarın von Heirnmmeskanl uÜne)- 
abıeay Er kam von den Prrms- 9.ad 
zasteichearfern und hatte he Tor ou 
„1 id Tamm Wahle bei Nonnwo hr 
vuyade er plate! sch van hinten uber, af 
5 ER 4 ÜEE, Dr Ha Der abıın 
5 da yet] Ey dt PEN Zeit sans 
H4erausgender‘ Verlag Nach der Schieh 
OmbH. Wiebelskuchen Praäliat-Schü 
Straße 18 Für dıe Redaktion veratntwoOr; 
ich‘ Gerh Schütz Pastor Druck‘ Sas 
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