Full text: Der Saarbergknappe (15 [1934])

Anmmer 40 
Soercken, den 6. Oltober 1934 
15. Jahrgang 
Organ des Gewerkvereins christl. Bergarbeiter für das Saarwirtschaftsgebiet 
— — — — —F — —m—— — — — 
chei den Samstag für die Mitgli — tsstelle des Saar-Bergkhnappen“: Sar— 
* d by ——— ——— Far wirtschaftliche u. geistige Hebung * Johanner Straße 40. — 
Botenlohn, für die Postabonnenten 15.— Fr. vierteljährl. des Bergarbeiterstandes Amt Saarbrücken. Sammel-Nr. 29241 
Große Konserenz des( 
— WI 
Für gerechten Lohn, längeren Urlaub; Vertrauen zur Führung 
Wiederum strömten Massen zum „Johannishof“ ergehen der Mitgliedschaften, und daß unker kei-“ Die Sewährung von einmaligen Unterstützungen au 
n der Mainzerstraße. Knorrige Gestalten mit jen Umständen politische Motive Entschlüsse und Veihnachten 1931 und 1833 durch die Begierungstom⸗ 
durchfurchten Gesichtern, die die Schwere der Be- dandlungen beeinflussen. Es wird allen unseren nission des Saatgebietes und die Gewährung der Kurz⸗ 
rufsarbeit erkennen lasfen, sie folgten dem Wie itgliedern interesfant sein, die gemachten Aus: ürbeite ruute rstügung dutch ie Frnetandiretnioweie 
der Führung, um zu erfahren, welche Stellung die!l ührungen des Kollegen Lenhart, die nachfolgend Saorgtuben und — 
Heneraldirektion der Saargruben zu den gestellten erscheinen, durchzustudieren. anti * —— — —* I 
Forderungen der Tariforganisationen des Saar- Der Bezirksleiter Schmitt-Neunkirchen eröffnete A e 8* 
Bergbaues eingenommen hat. Alle kamen; die die Konferenz in seiner gewohnten Art mit einer eeerenus großz. 
Vorstände der Zahlstellen und Jugendabteilungen, zernigen Ansprache, die mit Zustimmung und Be- Ein gerechter Ausgleich kann nur durch eine ent⸗ 
ie Sicherheitsmänner, die Knappschaftsältesten, eisterung aufgenommen wurde. Dann ergriff der prechende Lohnerhöhung und Erweiterung des Urlaubes 
die Bezirksvertrauensmänner und Vertrauens- Hveschäftsführer — Kollege Lenhart — das jeschaffen werden. 
nänner, die Generalpersammlungsdelegierten und Wort zu folgenden Auführungen: Unseres Erachtens ist die Generaldirektion der Saar⸗ 
dauptoorstandsmitglieder · Sie meisten von nvp ieee uere Löhne und erweiterte Urlaubs— 
3 3 dergutun u zahlen. 
hnen hatten schon vormittags teilgenommen an blund der Verhandlungen uüͤher unsert eie Mai 1034 ist die Velegschaft am 
der festlichen Einweihung des Denkmals für die 121 823 M ingert den. Die tägli orde 
Ipfer der Arbeit. Dieser Akt regte zu Betrach- eingereichten Fordetungen g rp Vin eeeee 27 
rungen an über die Vergänglichkeit alles Irdischen. giebe Freunde! Unterm 20. August ds. Is. haben ils im Mai 19831. 
Kurz vor 3 Uhr war der große Saal gefüllt; bald oir nach Stellungnahme des 16er Ausschusses und Diejse Tatsachen und die Berücksi htigunug sonstiger Um⸗ 
iberfüllt. Jeder ahnte, daß dieser Konferenz eine der Sicherheitsmännerkonferenz des Gewerkvereins tände veranlassen uns, solgende Forderungen zu unter« 
»esondere Note, eine stätrkere Bedeutung wie hristlicher Bergarbeiter Saar an die Generaldirektior reiten: 
'onst, zugemessen werden müsse. Und so war es er Saargruben folgende Eingabe gerichtet: 1. Eine allgemeine Lohnerhöhung für sämtliche Saar- 
auch. Saarbrücken, den 20. August 1934. —8 3 irt ae zu e bel⸗ 
Di O Jj 3 2. Den rlau r rbeiter, so wie er im an 
* —— Aun den Herrn Geueraldirektor der — tarif 8 3 vorgesehen int. zu verdoppeln; 
eder Totisorgauifation besonder aarbrücken. J. Den jugendlichen Arbeitern unter 13 Jahren Er« 
forganis esonders. Die zuletzt von Fie wirtschaftliche Lage der Bel * — a — 
den Tariforgamsalionen Angeteichten Forderungen „Ne, virtwasttihe Lage der eles haft der Spat — 9 
- 5 * sruben ist durch die vielen Feierschichten in den Jahren Wir bitten den Herrn Generaldireltor der Saargruben, 
nuf, Erhöhung der Löhne, Verlängerung der Ur- s331, 1832, i823, 1934 von Tag zu Tag schlechter gewor⸗ ögii Stunde ju besii 
eeet un gwapeyn, von Urlaub an die Dren n e en 
ugendliche r i r c- — — — — — 7 
—F etz Peraute sude die Supetedue ãegenen ãorhe eniaex nahe r hes: luder 
ur Jetztzeit ziemlich gefährlich ist. Sie glaubte, 7 Mit vorzüglicher Hochachtung! 
ie Forderungen damit abktun zu können, indem sie Gewerkverein christlicher Vergarbeiter Saar: 
»en Standpunkt vertrat, diese Forderungen seien gez. Alois Lenhart. 
ediglich aus politischen Motiven heraus geboren Christlicher Metallarbeiterverbaud Saar: 
vorden. Dieser Standpunkt der Generaldirektion gez. Otto Vick.“ 
der Saargruben hatte eine starke Stützung erfah— 
ten durch die separatistischen Blätter. de 
nan käglich schöne Sprüche hört und liest, wonach; 
zie Anhänger und Befürworter des Stalus-quo- 
Hedankens in Fürsorge für die armen Arbeiter, 
ür die Versicherten und Sozialrentner übertriefen, 
eigt sich dies nirgends in praktischer Tat. Im 
Hegenteil. Die Skatus-quoler wollen es mit dem 
ranzösischen Staat, dem derzeitigen Besitzer der 
Zaartgruben, nicht verderben, indem sie materielle 
Forderungen an ihn stellen. Deshalb hat die Se— 
‚aratistenpresse schon bei der Einleitung der er— 
obenen Forderungen in die ganze Welt hinaus— 
vosaunt, die Deutsche Gewerkschaftsfront plane 
ius politischen Gründen einen Generalstreik. Ob- 
chon diese verlogene Zweckmeldung in aller Form 
ementiert wurde, machte sich die Generaldirektion 
iese Meldung zu Nutzen. Es könnte den Anschein 
»aben, als habe die Generaldirektion diese Mel-⸗ 
»ung geglaubt, denn sie wendet sich in ihrer ab- 
ehnenden Enigegnung, die heute in Form einer 
Denkschrift vorliegt, ausschliefzlich an den Gewerk- 
erein und defsen Geschäftsführer Lenhark. Wir 
zönnen hier nur wiederholen, daß die General- 
direktion aus wirklich schlechten Informations- 
quellen schöpft, wenn sie sich eine solche Meinung 
über den Gewerkverein und seine Führung bildet 
In den stattgefundenen Verhandlungen hat denn 
nuch der Kollege Lenhart dies klar und präzis zum 
Ausdruck gebracht, daß die Gewerkvereinsführung 
sowie dessen Instanzen — seien es die General- 
dersammlung, Sicherheilsmänner-oder Ber-Aus- 
chuß — sich in ihren beruflichen Entschlüssen von 
nichts andetem leiten lassen, als von dem Wohl-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.