gung einer großen Anzahl in die Kopfplatte und Feuerrohre
zu bohrender Löcher bedarf, was vermieden werden muß
und leicht vermieden werden kann, wenn man eine Construc—
tion wählt, wie solche auf Blatt J, Figur 1 bis 4 dar—
gestellt ist.
Der vordere Rand der Feuerrohre ragt etwa 40 mm
aus dem Winkeleisenring hervor und bietet genügende Fläche,
die zur Befestigung des Feuerthürgestelles erforderlichen 8
Schrauben (eine im Scheitel, zwei seitlich) einzusetzen.
Um ein Verschieben der hinteren Rostträgerplatte zu
vermeiden, werden zwischen derselben und dem Thürgestelle
zwei Verbindungsstangen eingelegt. Eine besondere Befesti—
gung der mittleren Rostträger ist nicht erforderlich.
Um das Verbrennen der inneren Schutzplatte der Thüren
zu verhüten, empfiehlt es sich, dieselben als ringsum ge—
schlossenen, nur nach unten offenen Kasten mit der Feuer—
thüre zu vernieten. Durchbohrt man dann die äußere
Feuerthür an zwei Stellen am oberen Rande des Kastens,
so kühlt die einziehende Luft den Schutzkasten ab und streicht
in erwärmtem Zustande dicht über den Rost.
Im Laufe des Jahres mußten wegen großer auf den
Feuerblechen entstandener Blasen sechs Schüsse erneuert
werden. Kleinere Blasen wurden geöffnet und dadurch un—
schädlich gemacht.
Bei mehreren Kesseln wurde die Beobachtung gemacht,
daß dieselben vielfach nach ca. 14tägiger Betriebsdauer an
den Nähten des Mantels derartig schweißten, daß sie kalt
gelegt werden mußten. Ein Verstemmen der Nähte besei—
tigte das Uebel nicht, und fand man bei genauer Unter—
fuchung, daß die Ränder der Mantelplatten durchweg brüchig
waren, was die Auswechselung nöthig machte.
Die Kessel stammen aus dem Jahre 1878 und werden
mit gutem Speisewasser betrieben. Eine Corrosion im In—
nern fand sich nicht vor. Der Grund für diese Erscheinung
ist nur in der mangelhaften Qualität der betreffenden Kessel—
bleche zu suchen.