Full text: Die Tafelglasindustrie im Saarthale

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Lebensbedürfnisse der Arbeiter. 
Leider war es nicht möglich. ein Jahresbucjet aufzu- 
reiben: das cinzige, was zu haben war, war ein ‚\usvaben- 
buch, das von der Frau eines Arbeiters auf 2 Monate ye- 
ührt worden war, dann aber nicht weiter geführt wurde. 
weil die Frau sich ärgerte, dass die ‚\usgaben die Einnahmen 
in einem Monat zufällig überschiitten hatten. Die ange- 
fügte Preisliste enthält die IHauptnahrungsmittel, Fleisch 
wird ziemlic" viel gegessen; hu, sn "asbläser konnunt 
durchsch: ma} wüächen if den Tisch. 
daneben bildeu .. urtoffeln una rt, Im Winter 
hauptsächlich sauerkoht ein bei. Hülsentrüchte 
essen die einheimischen Arbeiter tası richt. Den Kohl 
bauen sich die Leute meist selbst, ebeif.!ls die Kartofieh. 
die andernfalls den Arbeitern von de. 1" len zum Selbst- 
xostenpreis besorgt werden. | teten Leute, 
die im Schlafhause wohnen, sin ı sstgänger bei 
einem andern  rheiter oder © uttenmenage, 
wo sie für \ istigt werden 
und zwar Kaffe ı ıgessen 0,38 ./ 
Abendbrot CC“ Tür den Glas- 
bläser_insbesor“ er irinki es bei der 
Arbeit gegen « „0. Ein Glaspläser trinkt für 
0,50 .7 (4 Lite 60a ‚agwerk. Man hat wohl versucht. 
das Bier durc,. Sodawasser oder andere Getränke zu 
ersetzen, doch sind die Arbeiter immer wieder auf das 
Bier zurückkommen. 
Als Brennmaterijal dienen ausschliesslich Kohlen. Der 
Centiner kostet 040.7. Ausserdem erhält aber in den 
Orten, in danen Kohlengruben sich befinden, jeder ]aus- 
halt 30 Centiner sgi „Berechtigungskohlen-. die die 
Grube zum Selbstkostenpreis an die Abnehmer liefert: 
diese 30 Centner machen ungefähr die ilälfte des durch- 
schnittlichen Jahresverbrauchs an Kohlen aus: der Preis 
ist ca. 0,32. pro Centner. Es bestehen im Saargebiet 
eine Menge Konsumvereine, seien es Ortsvereine oder
	        
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