Full text: Die Tafelglasindustrie im Saarthale

trauen darf, kein Etablissement mit weniger als 100 Mann, 
die meisten mit 200 bis 300 und darüber arbeiten, Sachsen 
hat als Maximum 150, Schlesien 100 Arbeiter aufzuweisen, 
Bayern hat ausserdem ebenso wie die Rheinprovinz 1 Fabrik 
mit über 500 Mann, in beiden wird jedoch das Tafelglas 
neben andern Producten hergestellt. Alie übrigen Pro- 
vinzen und Fürstentümer kommen über 120 Mann nicht 
heraus, als minimum sind 8 Arbeiter auf einer schlesischen 
Hütte, als Durchschnitt 50-—-60 Mann zu nehmen, 
Als Hauptproductionsgebiete kommen also Westphalen 
und die Rheinprovinz, denn wenn dieselben auch an An- 
zahl der Betriebe weit hinter Schlesien und Bayern zurück- 
bleiben, so gleicht sich dies Verhältnis nicht nur aus. 
sondern gestaltet es sich zum Vorteil für die erstgenannten 
Provinzen : 
1. durch die Grösse der Betriebe; 
7, durch die Concentration der Arbeit auf 1 Produet. 
und infolge dessen 
3 durch bessere Qualität seiner Producte. 
Unter einander machen sich die Rheinprovinz und 
Westphalen in Deutschland keine Concurrenz, da sie 
durch ein gemeinsames Syndicat mit Verkaufsbureau ver- 
bunden sind. Ein näheres Eingehen auf diesen Punkt wird 
später erfolgen. 
Productionsbedingungen 
Diese kurzen Umrisse mögen genügen, die gepgen- 
wärtige Ausdehnung der Tafelglasindustrie in Deutschland 
zu skizzieren. Wenden wir uns nun wieder dem Saarthale 
zu, so sind es zunächst die Productionsbedingungen'), welche 
unsere Interesse in Anspruch nehmen. Es ist selbstver- 
ständlich, dass ein Etablissement um so billiger arbeitet. 
je günstiger die Productionsbedingungen sind, unter denen 
1) Überall wo Litteraturangaben fehlen, liegen der Darstellung 
private Mitteilungen zu Grunde.
	        
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