Full text: Memorandum zur Bergarbeiterstreikbewegung im Saarrevier 1912 - 13

Arbeiterstandes gemäß den katholischen Grundsätzen fest und entschieden 
einzutreten. 
Neunkirchen (caar), den 30. Dezember 1912. 
Hansen, Dechant, Illingen (Krs. Ottweiler). Metzdorff, Dechant, 
Saarbrücken. Backes, Dechant, Bliesen (Krs. St. Wendel). Külzer, 
Definitor in Eppelborn. Dr. Royex, Pfarrer, Sulzbach. Krings, 
Pfarrer in Heiligenwald. Weber, Pfarrer, Guichenbach. Schmitz, 
Pfarrer in Wemmetsweiler. Hausmann, Vikar in Humes. 
Schüttz, Pfarrer in Limbach. Schütz, Vikar in Wiebelskirchen. 
Ablbertz, Pfarrer in Elversberg. Dr. Mönch, Pfarrer in Neun— 
kirchen. Thees, Vikar in Neunkirchen. Kutscher, Vikar in Neun— 
kirchen. Kaͤrchrath, Pfarrer in Schiffweiler. Zilliken, Pfarrer 
in Thalexweiler. Heibges, Pfarrer in Landsweiler-Reden. 
Meyers, Pfarrer in Differten. Schäfer, Pfarrer in Wiesbach. 
Schneider, Pfarrer in Spiesen. Girst, Pfarrer in Namborn. 
Moos, Pfarrer in Marpingen. Vogt, Pfarrer in Alsweiler. 
Dr. Maxein, Vikar in Hüttigweiler. Jost, Kaplan, Saarlouis II. 
Henrichs, Kaplan, St. Wendel. Valerius, Kaplan in 
St. Wendel. Veith, Kaplan, Saarbrücden-Burbach. Rodexfeld, 
Kaplan, Neunkirchen. Schmitt, Kaplan, Bildstock. Kinzinger, 
Kaplan, Saarbrücken-Malstatt. Ferres, Kaplan, Neunkirchen. 
Die in Absatz 3 der Erklärung an erster Stelle genannte „Köln. 
Volksztg.“ forderte für die Behauptung der 33 Geistlichen, sie habe 
einseitig berichtet, Beweise. Das mutet sonderbar an, da es doch 
während der ganzen Streikbewegung jedem Leser fast täglich auffallen 
mußte, wie sorgfältig die „Köln. Volksztg.“ alles brachte, was die Hal— 
tung des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter rechtfertigen sollte, 
dagegen wie wenig oder gar nicht von ihr die Gründe des Verhaltens 
der katholischen Organisation (Sitz Berlin) gewürdigt wurden. 
Auf das „dringende Ersuchen“ in Briefsen der „Köln. Volksztg.“ 
an mehrere Unterzeichner der öffentlichen Erklärung, „unverzüglich“ 
Beweise für den Vorwurf einseitiger Berichterstattung ihr zusenden 
zu wollen, war derselben geantwortet worden, sich dieserhalb an den 
Vorsitzenden der betr. Präsideskonferenz, Dechant Hansen (Illingen), 
zu wenden. Das lehnte aber die „Köln. Volksztg.“ ab. 
Dennoch ließ Dechant Hansen zugleich als Antwort auf einen 
Artikel der „Köln. Volksztg.“ vom 9. Januar 1913 (Nr. 24) eine Be— 
gründung des Vorwurfes einseitiger Berichterstattung in der „Neun— 
kirchener Ztg.“ vom 11. Januar 1913 (Nr. 8) veröffentlichen. Beide 
Artikel seien hier wiedergegeben. 
„Kölnische Volkszeitung“ (Nr. 24, 1913): 
„Wir haben schon in Nr. 11 in einer uns von geistlicher Seite hierzu 
eingesandten Zuschrift das Nötige nach der grundsätzlichen Seite gesagt. Ver— 
unglimpfungen und Verdächtigungen verurteilen wir auf das entschiedenste. 
Wir muͤssen es uns aber auch verbitten, daß gegenüber der Köln. Volkszeitung 
Behauptungen aufgestellt werden, für die man jeden Beweis schuldig geblieben 
ist. Wir haben uns an mehrere der uns bekannten Unterzeichner der Er—⸗ 
klärung mit dem Ersuchen gewandt, uns die Beweise für die angeblich ein— 
2 Berichterstattung der Köln. Volkszeitung mitzuteilen. Diesem Er— 
uchen ist leiber nicht entsprochen worden. Hätten die Herren Präsides gegen 
wirklich einseitige Pelichersattung, über die Streikbewegung protestieren 
wollen, dann würden sie heeignete Objekte in Publikationen —28 haben, 
welche in ihrer nächsten Nähe erschienen sind. Die Köln. Vollszeitung hat
	        
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