Full text: Wörterbuch der Mundart des Saarbrücker Landes

Nachträge und Berichtigungen zur Grammatik. 
8. 198: Die gegenwärtige Form der Saarbr. Mda. kann aus den 
Mundartgedichtsammlungen des Verfassers „For Schbaß un for 
Ernschd‘“ (1901), ‚„Dehemm in Saarbrigge‘ (1910) und „’s 
Saarbricker Herz‘ (1922) ersehen werden. 
199: Zeile 7 von oben muß es heißen „Hauptmundartgrenze‘ 
statt „„Haudtmundartgrenze“. 
S. 200: Zeile 17 von oben: „erfahren‘‘ statt „erfahron“‘. 
S. 202: Zeile 4 von unten: ‚Pat‘ [pat] statt „Pate“. 
S. 203: Zeile 17 v. oben: „fene‘ statt „fene‘; Zeile 17 v. unten: 
‚„Palatale‘*“ statt „Palata‘‘. 
S. 203: Zum Grammatischen der Auersmacher Mundart (S. 200} 
ist noch zu bemerken: 
t: hat im Anlaut Neigung zu d: däg, düb f., dir etc. Im Inlaut 
durchweg == d: fader, kärde pl., ferröde, Im Auslaut bleibt 
t nach Vokalen: hut, gut; nach Konsonanten. wird es zu d‘ 
wäld — Welt, härd =— hart, kald = kalt. 
Im: Anlaut erhalten: kohle, kirch, kop etc. Im Inlaut Mittel 
laut zwischen k und g: hökge = Haken, zukger, blakge = 
Fleck, drokge = trocken. Im Auslaut ist k erhalten: sak 
wälk — welk. 
Die Mundart kennt keinen Unterschied zwischen st. und 
schw. Deklination. Der Gen. fehlt, Er wird umschrieben: 
em babpe sin hut; de Bäm (wohl b&m) em wald; de bläder 
am bäm. Pluralendungen sind e, er: bub—buwe, schbichel. 
—e, keller, —e; rind—-rinner, schbil—schbiler. Vergl. Sb. $ 33 
Der Unterschied zwischen st. und schw. Konjugation ist noch 
am Part. Perf. erkennbar. Die Mda. hat nur noch 3 Zeiten, 
Präsens und Perfekt und Futurum. Das Futurum wird jedoch 
mit „gehen‘‘ umschrieben (wie in Sulzb. s. Nachtrag zu Seite 
206). Die Ablautreihen folgen den in der Lautlehre aufge- 
wiesenen Regeln. Der Konjunktiv wird umschrieben. Von 
gehen ist ein Konjunktiv „gängd‘ (vergl. Sulzb. wie eben) 
erhalten. Auch der Konjunktiv der Hilfsverben scheint erhalten 
zu sein, z. B. „könnt“. Bei den schwachen Verben ist det 
Umlaut stets durchgeführt, also: gewänd, verbrennt. 
S. 204: Zeile 3 von unten: „2. altes i resp. i erhalten‘ statt ..2 
altes i erhalten‘‘. ) 
S. 205: Zeile 12 von oben: „mhd, üo‘* statt „mhd. ou (ü)*.. 
S. 206: Zum Grammatischen der Sulzbacher Mundart (S. 204° 
ist noch zu bemerken: 
Deklination: Der Genitiv fehlt in, der Dekl. der Subst 
und wird wie in der Sb. Mda. durch Umschreibung mit ‚‚von“ 
oder Possesivpronomen ersetzt. Der Akkusativ wird in 
g
	        
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