Full text: Bestimmungen zur Neueinrichtung des Armenwesens von St. Johann a.d. Saar

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sehen der Person diejenige Gewissenhaftigkeit zu bethätigen, welche 
— —— Ehrenamtes eines 
Armenpfleqgers bei ihnen vorausgesetzt wurde. 
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Yertranliche Be— 
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Armensuchen. 
Bei ihrer Geschäftsführung haben sie sich stets daran zu er⸗ 
innern, daß die Armensachen der Oeffentlichkeit gegenüber vertrau— 
liche Behandlung erfordern. 
Ganz besonders sollen die Armenpfleger gegenüber ver— 
schämten Armen, auf welche sie ebenfalls ein sorgfältiges Augen— 
merk zu richten haben, unbedingte Verschwiegenheit be— 
obachten. 
tinweis auf die Eine wesentliche Aufgabe der Armenpfleger ist auch die, daß 
nachtheil. Folgen sie die Unterstützung Nachsuchenden, wenn dies nach 
— den Verhältnissen angethan ist, ermahnen, durch an⸗ 
der wfentlichen gestrengtere Thätigkeit sich dochnoch vordem Anheim— 
Armenpflege. fFallen an die öffentliche Armenpflege, zu bewahren. 
Sie haben dabei vor Allem auf die schweren nach⸗ 
theiligen Folgen und Schäden hinzuweisen, welche 
das Ansehen und die bürgerliche Stellung eines aus 
öffentlichen Mitteln Unterstützten durch den Verlust 
der Wahlirechte erleidet. Giehe Anlage A. Seite 29.) 
Hinweis guf die 
Zwangs- und 
gtrafbefugnisse 
gegen öffentlich 
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Geeigneten Falles haben die Armenpfleger auf die Bestimm⸗ 
ingen des Unterstützungswohnsitz- bezw. Freizügigkeitsgesetzes über 
Ausweisungsbefugnisse des Ortsarmenverbandes, (Anlage B 
Seite 31), ferner auf die Bestimmungen des Strafgesetz- 
buches aufmerksam zu machen, nach welchen die durch Spiel, 
Trunk, Mußiggang Verwahrlosten bestraft und die aus öffent⸗ 
lichen Mitteln nachher unterstützten Armen zur Verrichtung 
hnenanzuweisender angemessener Arbeit gezwungen 
werden können. (Anlage P Seite 355) 
Auffordexvmng Die Armenpfleger haben es sich angelegen sein zu lassen, auf 
gum Gintritt der das Eintreten der Armen in Unterstütungs-, Kranken— und 
Armen in Sterbekassen, soweit möglich hinzuwirken. Von dem Eintritte 
Branken- ett. eines Armen in eine solche Kasse ist dem Vorsitzenden des Armen⸗ 
Kaussen. Ausschusses unverzüglich Nachricht zu geben. 
Horkehrungen 
gegen fremde 
Arme. 
Bemerken die Armenpfleger, daß auswärts unterstütz— 
ungswohnsitzberechtigte Arme durch geheime Hilfe aus⸗ 
waͤrtiger Ärmenverbände oder durch Unterstützungen hiesiger Wohl⸗ 
chätigkeitsvereine, durch Hausbettelei oder durch Aussenden von 
Kindern zum Betteln fich hinfristen, so haben sie hierüber, da solchen⸗ 
falls die Gefahr der Erwerbung des Unterstützungs-Wohnsitzes 
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