Full text: Marianne von der Leyen, geb. v. Dalberg, die "Große Reichsgräfin" des Westrichs

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„Achtung!“ „Nehmt das Gewehr auf d'Schulter!“ 
In Reih und Glied richten sich 66 Grenadiere, 
keiner unter 6 Schuh, alle mit martialischen Schnurr— 
bärten, knotigen Zöpfen und faustdicken Haarbeuteln. 
Die Beine stecken in Vohrstiefeln, über welche noch 
extra schwarze Gamaschen gezogen sind, um das 
Ende der weißen Hose darin zu verbergen. Der 
blaue Waffenrock ist reichlich mit gelben Metall— 
knöpfen besetzt; Patronentasche und Seitengewehr 
hangen herab; silberweiße Epaulets kapseln die 
Schultern von hoch und nieder ein, und über 
den Häuptern wallt der Federbusch vom Schiff— 
hute, welch letzterer an Werktagen von der fang— 
schnurverzierten Bärenmütze vertreten wird. Eben 
ist die Kutsche der Herrin am Paradeplatz vorge— 
fahren. „Dreht die Köpp nach rechts!“ schallts 
drum. „Gewehr in Arm!“ „Grüßt!“ und da 
stehen sie nun, die guten Altvordern, die Korporäls 
und der Feldwebel mit entblößtem Haupte, die 
Gemeinen mit der linken Hand am Hutknopfe, 
wagerecht unter dem rechten Arm den Schießprügel 
tragend. Mögen sie einen Schrecken einjagen 
können, besonders wenn auch die 16köpfige „tür⸗ 
kischet Regimentsmusik spielte und die Bomben 
und Wörser sich hören ließen! Marianne nimmt 
dankend die Huldigung entgegen, erwidert die ehr— 
furchtsvollen Grüße der Vassanten sowie die aus 
den Fenstern der angrenzenden Waisenvogtei (S. 
Fig. H, des Fiskalates, des Amtmanns⸗— und
	        
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