Full text: Hundert Jahre Neunkircher Eisenwerk unter der Firma Gebrüder Stumm

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und an diese reihten sich ausgedehnte Vorrats-, Abnahme— 
und Versandlager. Schienen und Schwellen wurden aus— 
schließlich, Träger bis Normalprofil 30 größtenteils auf 
diesem Werke gewalzt. 
Im Jahre 1878 hatte die Roheisenerzeugung des 
Neunkircher Werkes 48 000 Tonnen betragen. Das folgende 
Jahrzehnt hatte sie verdoppelt. 1880 waren es 68000, 
1886 94000, 1888 104000 Tonnen gewesen. 1890 
betrug die eigene Roheisenerzeugung 112 000 Tonnen. Aber 
in diesen Zahlen kam nur der Aufschwung der Hochofen— 
anlage zum Ausdruck. Mit dem Zukauf des Roheisens 
war es nicht anders gegangen. 1882 waren wieder 4000 
Tonnen zugekauft worden und 1886 24 000, 1888 37 000 
und 1890 58 000 Tonnen, sodaß der gesamte Roheisen— 
verbrauch des Werkes sich 1890 auf 170 000 Tonnen belief. 
Unter diesen Umständen mußten auch, trotzdem Menschen— 
arbeit immer mehr durch Maschinenarbeit ersetzt wurde, die 
Zahlen der Hüttenleute gewaltig in die Höhe gehen. Aus den 
2060 Hüttenleuten von 1879 waren 1890 3133 geworden. 
Statt der 3556 Angehörigen der Hüttenleute von 1879 
waren 1890 6211 vorhanden. Ganz dementsprechend 
zählte Neunkirchen 1885 17667 Einwohner. In dem 
Orte, der ursprünglich fast hinter der Hütte verschwand, 
begann sich ein reges selbständiges Geschäftsleben zu ent— 
wickeln. Er wurde der Mittelpunkt eines weiten Kohlen— 
bergbau und Ackerbau treibenden Bezirkes. Im Jahre 
1887 war der kaufmännische Direktor Theodor Zilliken 
in den Dienst der Firma getreten. Am 1. April 1888 
hatte die Firma Gebrüder Stumm eine neue Gesellschafts— 
form angenommen. Aus der offenen Handelsgesellschaft 
war sie in eine Kommanditgesellschaft umgewandet worden, 
deren persönlich haftender Gesellschafter Karl Ferdinand
	        
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