Full text: Geschichte der Abtei Wadgassen

Promemoria 1791. 
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dörfte, wenn Sie um diesen Preis ihre Rükkehre unter teutsche Hoheit sich 
wieder erkaufen könnte. 
8 54. Aus dem bisherigen ist zu ersehen, daß 
a) sowohl die Dotalgüter der Abtei von dem teutschen gräflichen Hause 
Nassau- als 
D) die sonst erworbene, von lauter teutschen, besonders freiadelichen her— 
rühren; (5 9, 12, 13) daß 
deren Immunität durch Päbst- und Kaiserliche Privilegien ihr be— 
stätiget worden; (53 12, 14, 153, daß darüber 
die Nassauische Landeshoheit, nach dem Besizstaude des Entscheidjahres 
des Westphälischen, (5 29) im Ryswikischen nachher bestätigten Frie— 
dens (Z 30 8seq.) nie unbeschränkt gewesen, vielmehr in dessen Ge— 
mäsheit durch die Kammergerichtsurtelt (5 26—28) mir auf ge— 
wisse Fälle limitirt war; daß also 
die Abtei und ihre im Tauschvertrage von 1766 abgetretenen Ort— 
schaften jeuseits der Saare auch nur mit dieser limitirten Landes— 
hoheit und dem Vorbehalt des Fortgenusses ihrer Rechte und Frei— 
heiten, wie Sie selbige vormals unter Nassau hatte, und mit diesen, 
lunter Beziehung auf jene Friedensschlüsse, Kameralurteln und Ver— 
träge, au Frankreich ist übergegangen; (F 36) daß Sie dazu 
nuir unter diesem Vorbehalt ihre Einwilligung gegeben, (8 37, 800.) 
und daß uunr unter diesem, auf das Reichs-Gutachten von 1768, die 
Ratifikation Kaiserlicher Majestät dazu ertheilet- und Sie dabei ist 
gesichert worden; (F 39, seq.) daß darauf auch 
3) die Krone Frankreich diesen Vorbehalt in besagtem Jahre 1768 ge— 
nehmiget- und den im folgenden darüber ausgefertigten Königsbriefen 
selbigen nochmals bestätiget hat; (F 40—44) daß in deren Gefolge 
die Abtei seitdem ruhig dabei gelassen- und selbst von den franzö— 
sischen Gerichten, wider die jeweiligen Eingriffe der Unterofficianten, 
dabei ist gehandhabt worden; (KZ 46) und Sie deswegen 
nicht erwartend war, daß dem Tauschvertrage, daß den dariun be— 
stätigten Friedensschlüssen, den Kammergerichtsurteln und Verträgen, 
von der National-Versammlung würde zuwider gehandelt- daß die 
von der Krone so heilig zugesicherten Rechte, Freiheiten und Besiz— 
ungen ihr würden entzogen- und die, gegen die ursprünglich fran— 
zösische, willkührlich angenommene Klöster gefaste Entschliessungen 
auch gegen Sie könnten und würden angewendet werden; (8 49, 
30q.) mithin 
k) wenn darauf sollte bestanden werden, Sie bei diesen nicht erfüllten 
Bediugnissen, an den Tauschvertrag nicht mehr gebunden wäre, daß 
Sie vielmehr in ihre vorigen Rechte unter die Reichs- und limitirte 
Nassauische Hoheit zurücktreten- oder eine Schadloshaltung verlangen 
könnte, wenn Sie mit ihren, sowohl 1766, als durch den Ryswi— 
kischen Frieden vormals an Frankreich gekommenen Torfschaften, 
Höfen und Gütern, in den französischen Nationalfond anmaßlich 
würde gezogen werden; 8 32, 47, 51,) besonders aber 
ihr alsdann freistehen müste, über ihre noch teutsche Güter und Be— 
sizungen nach Willkühr zu disponiren und auf diese sich allenfalls 
überzupflauzen, oder nach den Ordens-Statuten sie sonst zu benuzen, 
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