Full text: Geschichte der Abtei Wadgassen

1762- 1765. 
153 
7103/. Morg. 
2881/ 
5271, 
1875133 .) 
Sa. 340185. Morg.“ 
Um nun dem Kloster den vollkommenen und ungestörten alleinigen 
Besitz der 1500 Morgen mit Ausschluß eines jeden andern bis dahin 
Mitberechtigten zu sichern, übernahm Saarbrücken die Verpflichtung, alle 
die Gemeinden, welche die Beholzigungs-, Weide- oder andere Rechte in 
diesem Distrikte besaßen, anderweitig anzuweisen oder zu entschädigen. Nach 
erfolgter Ablösung dieser Gerechtsame ließ die Saarbrücker Regierung an 
alle beteiligten Gemeinden Aufforderungen ergehen, allen Ansprüchen auf 
diesen Distrikt, welcher Art sie auch sein möchten, vollständig zu entsagen. 
Die darüber vollzogenen Aktenstücke wurden dem Kloster eingehändigt. 
Zu den beteiligten Gemeinden gehörten nicht nur die eigentlichen Warnets— 
dörfer: Naßweiler, Lauterbach, Karlingen, Wilhelmsbronn, Überherrn, 
Friedrichsweiler, Carlsbruun und Ludweiler, sondern auch die lothringische 
—V 
thal, das Dorf Klarenthal, weniger nicht die Wadgassische Gemeinden 
Hostenbach, Schafhausen und Werbelen.“ 
1762 feb. 27. Die beiderseitigen Commissarien machen Vorbehalt 
wegen des von einer Seite noch ausstehenden agnatischen Consenses. 
1762 fob. 27. Der Fürst quittiert über den Empfang der 500 
neuen Louisd'or. 
1762 mirz. 3. Wie im Warndt geschehen, wird nun auch im Ren— 
dhrisch und kleinen Stiefel zur Erxecution geschritten. — Wegen hohen 
Schneefalles muß die Handlung vorläufig unterbleiben. 
1762 mrz. 12. Durch Urkunde d. d. Haag 12. März 1762 gibt nun 
auch der Fürst Carl von Nassau-Weilburg — ein Vetter des Fürsten von 
Saarbrücken — seine Einwilligung zu den betreffenden Vergleichsverträgen. 
1762 mrz. 29. u. 30. wird die Übergabe des Rentrisch und des 
kleinen Stiefel fortgesetzt und vollendet. 
1762 apr. 10. Genehmigung des ganzen Rezesses durch den Fürsten 
Wilhelm Heinrich. 
1762 mai 24. Licentiat Bissing zeigt an, daß die obschwebenden 
Prozeß-Klagen am Reichskammergericht gegenseitig zurückgezogen sind. 
1764 feb. 27. Der Ehrsame Michel Mohr in Ensheim schuldet 
dem H. P. Procuratori Moris, namens der Abtei Wadgassen an Zinsen, 
Demen und Forstfreveln, sowie an Früchten, Mehl ete. 33 Gulden, 
wofür er ein Stück Wies zum selben Preise dem Kloster überläßt. „Das 
Ambt wird gebeten gegenwärtigen Kauf Behörig zu confirmieren“ — 
zeichnet für dieses Umt — Widder — zu Eusheim. — Der Unterschrift 
dieses Amtmannes ist das Wadgassische Siegel beigefügt; er muß also 
ein Beamter des Klosters sein. 
1765 feb. 12. Pater Procurator Moris steigert zu Ensheim von 
Nic. Heinr. von Wittersheim und Erben ein Gartenstücklein für 4fR. — 
d. d. Ensheim 12. Juny 1763 — war unterschrieben — P. Fleon. — 
Ein G. Widder macht aus diesem Akte einen Auszug, den er nach Ver—
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.