Full text: Geschichte der Abtei Wadgassen

1607 - 16020. 
F 
1614 nov. 11. Der Saarbrücker Rat — Joh. Nic. von Hagen 
schreibt an den Abt, daß die Buser widerrechtlich zu Derlen auf Mecher— 
hach Schützeugarben weggenommen — verlangt Rückgabe. 
1614. Ein Stellvertreter des Abts wird vom Convent bevollmäch— 
tigt, zum Landtag in Nanzig zu gehen. 
1615. Nächtlicher gewaltsamer Eintritt ins Kloster Wadgassen von 
20 Bewaffneten aus der Festung Diedenhofen und Wegnahme eines Hun— 
des. “— Wadgasser Archiv. 
1615 aug. 18. Wadgassen verkauft die Collatur in Burgalben 
samt allen Zehnten und andern Gütern daselbst an Joh. Reichard von 
Hanau für 2800 Gulden. Die Hälfte bezaählte er bar; für die andere 
Hälfte übernahm Rassau wieder die Bürgschaft (in ähnlicher Weise wie 
1582) es wurde Pfand auf Saarwerden gelegt, später auf Kirchheim. — 
Der Hauptbrief unterschrieben: abbas-Joh. v. Berres; fratres: Jacobus 
Buoss, Adamus Reimeringen, Matthias Marchingen, Nicolaus Dipenwer— 
ler, Joannes Jacobus Brandte, Matthias Pistor, Bernardus Berberus — 
Prior, Jacobns a. St. Wendelino — in Listorf, Bartholomäus Hortu— 
lanus, Joannes Trevirensis, Richardus Bietzenus, Reinerus Weiten — 
in Blittersdorf, Johannes Moscharus Livensis ( 14) — mit Bewillig-— 
ung von Saarbrücken. 
1616. Vertrag zwischen Zweibrücken und Saarbrücken über die Grenze 
bei Eusheim und Reichenborn. 
1616 apr. 12. Streit zwischen Baron von Hohensar und Wadgassen 
ind damo Gutte deIlalssstein née de Nassau entschieden von lieutenant 
en Allemazgno. 
1617 jan. 28. Graf Lndwig läßt Wadgassen seine Gunst ver— 
sichern. 
1617417. post Trinit. — hat Superintendent Georg Zellarius 
Keller) in Ensheim Kirchenvisitation gehalten. — Pfarrer Wenceslaus 
dredigt. Dasselbe geschah 1621 an „Peter und Paul“ im Beisein des 
lir. Werner und des Kirchschaffners Adam Ochs, — so auch aum 5. Juli 
1624, dabei Dr. Werner und Thomas Bruch. — Wadgasser Propst; 
der Zehnte war zuletzt ausgegangen. Auch 1661 und 65 amtiren noch 
lutherische Prediger in Ensheim. 
1618. Das Kloster Wadgassen stellt zu Hasenpüttlingen einen 
Verwalter an. 
1618 sept. 24. u. 25. Peinlicher Proceß gegen Sondag von Cri— 
chingen wegen Diebstahls und Zauberei. 
1619. Susanna Schmitt von Ensdorf, welche der Zauberei beschul— 
digt ist, wird dem Blutrichter in Ensdorf abgeliefert. 
1619 verkauft der Abt das Hans in Kaiserslautern für 1100 
ulden an deun Herrn Philipp Ludwig von der Pfalz. 
1619 dez. 28. Matthias Kieffer und Thielen Hens von Buß appel— 
lieren vom Wadgasser Gericht an den Saarbrücker Grafen als Landesherrn. 
1620 jan. 19. Der Mönch Ad. Reimeringen hatte den Abt der 
Zauberei beschuldigt und diffamirt (verschrieen), worauf der Abt ihn sus— 
pendirt. Ersterer klagt nun in Saarbrücken, worauf der Ober-Amtmann 
die Sache untersucht. Der Mönch wird wieder in seine geistliche Würde 
und Officium (seinen Dienst) eingesetzt — die Injurien kassiert, sollen todt
	        
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