Full text: Geschichte der Abtei Wadgassen

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vot ete., wird von Wadgassen abgewiesen mit der Begründung, ein missethätig 
Weib sei neulich von ihm (Wadgassen) gerichtet worden, sie (die Abtissin) 
habe daselbst nur drei Mann sißen (Familien) aber weiter keine Rechte. 
Wadgassen schlägt vor, Commissarien zu ernennen. 
1509 iun. 20. Der Tenisch bellis in Vothringen schreibt aus 
ririüugen an den Saarbrücker Rat, daß cr aus dem Kloster Wadgassen 2 
Pferd und einen Karren zu einem zugk entlehnt, nach dessen Beendigung er' 
sie zurückgibt, hat schon 3 Pferd gehabt, wird eins verkaufen, sofern der Abt 
ihm uicht cinen Wagen gibt — um des Abts grobe Unhöflichkeit zu corri— 
gieren, der Renten in Lothringen hat und dem Herzog nicht gehorcht. Der 
Abt habe mit etlichen Schützen auf des Bellis Reuther abdrucken lassen und 
einen heftig verwundet, wenn sie Nassau Saarbrücken nicht hätten verschonen 
wollen, so hätten sie das Haus vor dem Kloster verbrannt. Wenn der Abt 
den Schaden nicht ersetzt, daun nimmt er die Renten in Lothringen weg. 
1509 kauft der Abt in Cantzheimden kleinen Wingert, der Kauf 
wurde 1519 fest gemacht.— 
1510. Lothringen steht mit Trachenfels und Wartenburg (Pfalz) in 
Fehde. Wadgassen wird „in der geheymde“ gewarnt. Abt Paulus 
derlangt von Alerx (3zweibrücken) Schutz, mit Zusatz: er wisse 
in kheine Weyhse, (was) feines armen Gotzhus habe (Gut-Vermögen) mit 
Inen zu schaffen habenn, dann alle mynes Gotzhuß narouge und armut, 
so in der Pfaltz, so hinder uwer Fürstlich Gnaden, mym gnedigen Herrn 
don Bitsche und mym guedigen Herren von Nassauwe liegen, habend kheine 
eigenschaft Im Lande von Lothringen.“ — Alkexander verlangt Bericht, ob 
das Gotzhuß im HerzogthumLothringen lige, darzu zu Gebokt 
uud Verbott sin fürstliche Gnaden samt Huse und Herbergen daselbst haben. 
— Bericht des Abts vom 20. Mart. 1510: „Es sei ihm nicht möglich, 
das gründlich zu berichten, Fundation rühre von Grafen von Saarbrücken; 
dieselben haben mit andern Herrn dasselbe benadt und begabt. — Loͤth— 
riugen habe kein Verbot ete. — sie arme Geistlichen sitzen auf 
dem Felde, seien nicht in der Lage, solche Gewalt uß zutriben — — — * 
Alex ermahnt 1. April die Adeligen. — 
1510 Freitag vor natiy. Mariae. — Peter Hemeltze Sohn von 
Eschringen wollte sich der Leibeigenschaft entziehen, darum eingezogen. 
egen Bürger aus Ensheim, Eschringen und St. Ingbert wurde er be— 
quädigt. Untersiegelt u. a. Nicolaus Urban, Meyer zu Wallerfangen. 
Abt Johann von Tholey 1510 1524. 
1510 im November wird Joannes Tholey gewählt. 
531 mains. Unter den Taufzeugen bei der Taufe Johanns, des 
Grasen von Ottweiler, erscheint auch Johann von Tholey, Abt zu Wad—⸗ 
gassen. (Köllner Fr. l. 256). 
1512 mittwochs nach Oculi — verkaufen Haman und Wirich von 
Daun, Herren zu Oberstein und Falkenstein ihre Güter Renten und Ge— 
rechtigkeiten, welche sie zum halben Teil an Knaus holz haben (um 200 
cynscher Gulden) es syen welden, Buschen, eckern, wassern, weyden, wegen, 
stegen, wyssen, felden, gartten, baumgartten, mullen, mullstatten, schafftgellt, 
korn, Habern, schwyne, geusse, Honer und kappen —' — — Behelltnis doch
	        
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