Full text: 12.1934 (0012)

Wer gut verdaut, hat mehr vom Leben; denn Sodbrennen, Magenbeschwerden usw., welche 
fast immer ihre Ursache in dem Uebermaß an Magensäure haben, wirken außerordentlich störend 
im Beruf und auf das Gemüt. Das millionenfac< bewährte Kaiser-Natron ist milde im Geschmack 
und sehr bekömmlich, schafft Erleichterung, Linderung und Lebensfreude. Kaiser-Natron ist in 
Küche, Haushalt, auf Reisen, zur Gesundheits- und Körper-Pflege usw. für jedermann unentbehrlich 
und erset manches teuere Präparat, weshalb Kaiser-Natvon mit Recht als gutes, billiges Universal- 
Mittel empfohlen wird. Beim Einkauf achte man stets auf die gesetzlich geshüßzte Marke Kaiser- 
Natron und die grünen Packungen. Niemals lose. Nachahmungen weise man stets zurück. 
Der Kapellmeister Voltmer. Weit über den Ort Heiligenwald hinaus bekannt war 
der alte Voltmer. Als Kapellmeister der Bergkapelle der Grube Reden leistete er sich. 
eins, welches der Nachwelt nicht vorenthalten werden darf. Als die Franzosen 
die Gruben übernahmen, verlangten sie, daß bei den des öftern stattgefundenen 
Konzerten überwiegend französische Musik gegeben wurde. So auch eines Sonntags, die 
ersie Hälfte des Programms war beendet und die Musiker hatten ihre so beliebte Pause. 
Kapellmeister und Musiker standen am Büfett, um sic< zu erfrischen. Da machten sich 
einige Konzertbesucher an den Alten heran und baten ihn, den Preußenmarsc< zu spielen. 
Ein Aufbliten der blauen Augen und ein Handstri< durch den grauen Bart war die 
einzige Antwort. Nach Beendigung der Pause begab sich die Kapelle auf ihren Plat 
auf der Bühne; ein kurzes Kopfnicken, ein Heben des Taktstokes und plößlich erklang 
es orkanartig durch den Saal „JH bin ein Preuße“. Zuerst einer, dann mehrere, auf 
einmal schmetterte alles unsere stolze Hymne. Der Principal, welcher der deutschen 
Sprache unkundig war, ging nach Beendigung des Stückes auf unsern Alten zu und 
schüttelte ihm die Hand und sagte: „Ein guter Stüc, ein feiner Stück, wie eißen er?“ 
Der Alte knurrte etwas in seinen Bart von Preußen oder so, ohne jedoch verstanden 
worden zu sein. Wie überall waren auch hier einige Gesinnungslumpen, welche dieses 
sofort dem Chef meldeten und einige Tage später erhielt der Held des Tages den 
blauen Brief. Oft und gerne erzählt man sich dieses Vorkommnis immer wieder. Vor 
etwa einem Jahre trug man auc diesen treudeutsc<hen Mann zur ewigen Ruhe. 
Ici -- ici. Zu der Zeit, als noh französische Soldaten als Besatzung im Saargebiet 
waren, befand sic der leider jezt längst verstorbene Polizeikommissar M. no<h im Dienst. 
Derselbe war wegen seiner derben und originellen Art bei seinen Beamten, sowie bei 
der Bevölkerung gleich beliebt. Als nun eines Tages die Beamten seiner Dienststelle 
zu ihm kamen und erklärten, des nachts bei der Wirtschaftsrevision wäre es sehr 
sFHwer, die Soldaten aus den Lokalen zu bringen, zumal diese sie nicht verstünden und 
auf ihre Aufforderung sich zu entfernen, nicht reagierten. Da haut der Alte auf den 
Tisch und sagte: „Donnerwetter, was seid ihr Kerle, do saht ma ici-ics un draus sind 
sie, soviel französisC(q muß doh jeder könne.“ No< heute wird unter den Polizeibeamten 
veht oft über diese Belehrung gelacht. 
HEIMATBÜCHEBP:- 
Unzere Saarheimat im Wandel der Zeiten 
von Rektor Zimmer . u. is in . „Frs. 30.-- 
Eine in knappster Form geschriebene Geschichte des Saargebiets, die das nur wirklich Wesentliche 
und Wertvolle klar herausstellt. Kurz, klar und doch erschöpfend ist das Thema behandelt. 
Hofer's Wanderbuch 
bearbeitet von R. R. Rehänk . . . . . . . . . . . .FrS. 148. 
Das beste bisher über das Saargebiet erschienene Wanderbuch. Bei allen Ortschaften Sind die 
wichtigsten geschichtlichen Ereignisse und die Ortsgeschichte in knapper Form wiedergegeben. 
Bildwerke: Unsere Heimat 
Mappe 1. Saarbrücken: Türme - Dächer - Höhen 
Mappe 2. Der deutsche Warndt 
Mappe 3. Die untere Saar 
Mappe 4. Die Saarpfalz 
Je Frs. 25.-- 
Der Lichtbildner Max Wentz stellte in diesen Bildwerken je 20 Photobilder zussmmen, die 
drucktechnisch glänzend wiedergegeben sind. In keiner Familie dürften diese Bildwerke 
fehlen. Die Mappen werden auch in Ganzleinen gebunden geliefert. 
GEBP. HOFEP A.-G., SAARBRÜCKEN 
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