Full text: 10.1932 (0010)

März. 
Marianne trägt mit viel Geſchrei 
Für uns den Oſtergruß herbei, 
Dielleiht aud) nod) aus trift'gem Grund 
Ein ſchön Präſent vom Völkerbund. 
Und alles ſucht im grünen Gras 
Den grand Salut vom welſchen Haſ, 
Er meinte, daß es Koſtbar ſei, 
Dod ſieh, es war ein -- faules Ei A.Z 
Nicht umſonſt! 
Iſt's nicht umſonſt, für deutſche Art zu ringen 7 
Uicht Torheit, ſie als höchſtes Gut zu achten, 
Ihr unſer Glück zum Opfer darzubringen 7? 
Wird, a<, der Untergang nicht bald umnachten 
Uns, deutſchen Dolkes, leidgeweihten Splitter? 
Iſt's nicht zu ſpät, nac Rettung no<h zu trachten ? 
Gibt's Rettung für die Halme, wenn die Schnitter 
Mit ſ<arfen Sicheln an die Ernte ſchreiten? 
Und troßt das Lehrenfeld. dem Sturmgewitter? 
. - - Wohl muß der Halm zur Erde niedergleiten, 
Dod troßt der Eichenwald dem Wetterkraden, 
Troßt auc< dem mörderiſchen Zahn der Zeiten. 
Ob Bli und Jahre manchen Stamm zerbracen, 
Der Rieſe ſteht und rekt hinauf die Kronen 
Zur Sonne hin und achtet nicht der Shwacen. 
Audy) uns wird Unterganges Uacht verſchonen, 
Wenn ſtark und treu wir werden ſtehn wie Eichen! 
Des Cebens Kranz wird unſer Ringen lohnen, 
Das nicht umſonſt, wenn Halmen wir nicht gleichen! 
Julian Will. 
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