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Die Auswanderer 
Frei nach Jerdinand Freiligrath zur Befreiung von Rheinland und der Pfalz. 
Ich kann den Blik nicht von euch wenden, 
I< muß euch anſchau'n immerdar, 
Wie reicht ihr mit geſchäftgen Händen 
Dem Pacer eure Habe dar! 
Ihr Männer, die ihr unterdeſſen 
Mit Argusaugen drüber wacht, 
Daß ja nichts wird von dem vergeſſen, 
Das ihr bei uns habt „gut“ gemacht. 
Und ihr im Schmu der Bubiköpfe, 
Ihr Frau'n, bemalt und parfümiert, 
Wie ſorgſam bringt ihr Krüg' und Töpfe, 
Die eure Vila hier geziert. 
Das ſind dieſelben Töpf" und Krüge, 
So oft mit deutſc<em Wein gefüllt. 
Wenn auch zu Haus ſonſt alles ſchwiege, 
Sie malen euch des Rheines Bild, 
Bald zieren ſie im fernen Weſten 
Des leichten Bretterhauſes Wand, 
Bald reicht ſie müden braunen Gäſten 
Boll andern Trunkes eure Hand. 
O ſprecht, was hat euch hergetrieben. 
Was habt ihr hier bei uns gewollt? 
Sagt, warum ſeid ihr dageblieben, 
Wo man euc< Achtung nie gezollt? 
Behagte euch das Drohnenleben, 
Mit Täträtä und Firlefanz, 
Mit widerwärt'gem Ueberheben 
Voll Uebermut und Arroganz? 
So mancher, der die ganze Habe 
Im Futterſa> einſt mit ſich trug, 
Braucht nunmehr, da er greift zum Stabe, 
Beinah faſt einen Extrazug. 
Wie wird es dort in euern Wäldern 
Euch nac< der Moſelberge Grün, 
Itach Deutſchlands gelben Weizenfeldern, 
Nach ſeinen Rebenhügeln ziehn! 
Der Motor ſurrt. Gepackt iſt alles. 
Was nur ins Auto konnte gehn, 
Wir aber rufen jedenfalles: 
„Ade, auf Itimmerwiederſehn !“ 
Fritz Kühner, Saarbrücken, Herausgeber der „Großſtadtbrille“. 
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