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Saarkalender für das Jahr 1930
Dem neuen Saarbund im Warndt.
„50 ſei doH höflic<!“ -- Höflic mit dem Pak?
Wit Seide näht man keinen groben Sad.
Goethe (Zahme Xenien, V.)
Im Warndt des deutſchen Geiſtes Waffen glänzen,
Der dort der Preußen Kohlen ſtiehlt,
Mit Dorn und Diſteln würd" er einſt bekränzen
Das tapfre Dolk, wenn er befiehlt.
Um bitt're Uot beſto<'ne Büttel ſchleichen,
Ob nicht der Troß dem Golde weit,
SAuf ihrer Stirne brennt das KainsSzeien,
Ihr glaubt, daß man die Hand eu<h reiht?
Eu ſpuckt ein jeder in's Geſicht,
Dergeßt es nicht!
Geſindel iſt es, deſſen Uarrenſ<h<ellen
Uod) keinen an der Saar betört,
Das heut der Grenze fern und dunklen Zellen
Auf's neu den Frankenſ<einen ſ<wört.
Im Bund mit ihm der Ulicum Siechen,
Die wurzellos ſich ſelbſt entmannt,
In Sklavendemut vor dem Welſchen kKriedhen,
In Haß und Bruderpein gebannt.
Ein Judas ſeid ihr deutſcher Pflicht,
Dergeßt es niht!
Wir ſeh'n den Warndt aus tauſend Wunden bluten
Durd) rauhen Werktags kargen Cohn;
Und doh, es flammt empor in heißen Gluten
Ein heilig Feuer, dem Derrat zum Hohn.
Dergebli< winkt das Geld in euren Händen,
Wo tapfer ſich der Knappe wehrt,
Im Wagen, Wollen und Dollenden
Den Wappenſd<ild der Heimat ehrt,
Es hilft ein Gott, wo Freiheit fit,
Dergeßt es niht!
Die Schande folget eurer Ruh im Grabe,
Das wild umkreiſt der Raben Scar;
Sie krähzt und ſchreit, ſie ju<t des Galgens Gabe,
Ein Redht, das ihr noh immer war.
Mit eurer Tat entweiht ihr noh im Sterben
Der Heimaterde kühlen Sdoß,
Und eure Kinder werden weinend erben
Des ehrvergeß'nen Daters Cos.
Die Hölle lohnt mit Hodgericht,
Dergeßt es niht!
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1. Nus
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