Full text: 7.1929 (0007)

Saarkalender für das Jahr 1929 
  
  
  
  
  
10. Januar 1935. 
Der Feinde Plan zerronnen, das Vaterland gewonnen! 
In der stillen, der heiligen Nacht! 
Ehre immer in deiner Mutter den dir von dSeott 
gegebenen sichtbaren Schutßengel, der über deiner Kind- 
heit wachte, und ber dich begleitet bis ans Ende. 
Ilse Franke. 
In Nacht und Dunkel Glockenhall wie sſehnendes Gebet, 
Ein Lied aus ferner Kinderzeit um meine Seele weht. 
Den Traumverlor’nen grüßet lind, im Kerzenſchein so mild, 
Der guten Mutter Lichtgestalt, ihr unvergeßlich Bild. 
Des Lebens Sinn, sein tiefster Wert, war stilles Lieben dir, 
Du winkst: Wenn du mich liebſt, mein Kind, wohlan, so folge mir! 
Es taucht voll Wehmut Blick in Blick, der wilde Sinn wird till, 
Geleite mich in Leid und Freud’, wie unſer Gott es will. ~ 
Ein selig Klingen rings im Raum, der Mutter Treue wacht 
In der stillen, der heiligen Nacht. 
Was trübt der Kerzen hellen Schein im Sang aus lichter Höh'! 
Es seufzt und klagt im Tannenbaum das harte deutſche Weh. 
Die wunde Seele führet leis aus allem Harm hinaus 
Ein Sehnen tief und ungestillt zu Gottes Vaterhaus. 
Vom Himmel rauſcht der Engel Chor, die Boten neuen Lichts, 
Im Glaubenssieg die Träne rinnt, das Leid zerfließt in Nichts. 
„Es iſt das Heil uns kommen her“, des Herzens Frieden, der so fern, 
Es strahlet über Bethlehem des Welterlöſers Stern! 
Gesegnet sei die Stunde, von Gottes Lieb’ entfacht 
In der stillen, der heiligen Nacht. A. Z. 
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