Full text: Entnazifizierung in Rheinland-Pfalz und im Saarland unter französischer Besatzung von 1945 bis 1952

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oii chaque affaire aura fait l'objet d'une etude attentive, compte-tenu d'elements di 
vers politiques, economiques et financiers souvent en Opposition, qu'il sera possible 
par des sanctions appropriees ä chaque cas d’atteindre le but que poursuit le Gou 
vernement Militaire 143 . 
Bilanz Anfang 1947 
Bis zum Inkrafttreten der LVO Ende April 1947 wurde in Rheinland-Hessen-Nassau 
kein einziger Entnazifizierungsbescheid für die Privatwirtschaft veröffentlicht 144 . Die 
Bereinigungskommissionen hatten das leitende Personal von 450 Firmen untersucht; 
in 50 Fällen war für eine Firma als juristische Person eine Beschlagnahmung vorge 
schlagen worden, in zwölf Fällen die Konfiszierung des gesamten Betriebsvermö 
gens. Diese Fälle befanden sich noch alle zur Genehmigung bei der Militärregie 
rung 145 . Im gesamten Land Rheinland-Pfalz waren damit von den deutschen Organen 
insgesamt 673 Firmen und 52.800 Einzelpersonen entnazifiziert worden; gegen 310 
Firmen und 24.050 Personen waren Sanktionen vorgeschlagen worden 146 . 
143 Das Treffen fand am 21. April 1946 statt; CCFA/CAB/C 4126: Radenac an de Vassoigne, 24.4.1947; 
AOFAA DG AP c.3306 p. 115. 
144 Roynette, 23.9.1947 (Anm. 7). 
145 GMRP/EPU 4468: Hettier de Boislambert an Laffon, 16.7.1947; AOFAA DGAP c.233 p.51. Die Un 
tersuchungsausschüsse hatten sehr unterschiedliche Arbeit geleistet: Während im Kreis St. Goar die 
Untersuchung abgeschlossen war, waren in Wittlich gerade 10% der Fälle behandelt worden; AOFAA 
RPc.982 u. c.1104. 
146 Ebd.
	        

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