Full text: Sozialpolitik im deutschen Südwesten zwischen Tradition und Neuordnung 1945-1953

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derlichen Mittel gebunden. Die französische Militärregierung hatte damit im Gegen 
satz zu den anderen Alliierten die wesentliche Steigerung, welche die Kriegsopferlei 
stungen nach 1952 erfuhren, bereits von vornherein genehmigt und zugleich als 
einzige Besatzungsmacht in Fortführung der Weimarer Traditionen mit der Spaltung 
in Grund- und Zusatzrente die Struktur des späteren Bundesversorgungsgesetzes 
konzeptionell akzeptiert. Sieht man von der kurzfristigen Haushaltssituation der 
Jahre 1948/49 ab, so war hier grundsätzlich eine wesentlich bessere Versorgung als 
in den Bizonenländern gewährleistet. Daß sie nicht mehr voll zum Tragen kam, lag 
weniger an der Militärregierung als an der innerdeutschen Entwicklung, in deren 
Verlauf die Kompetenz für die Sozialpolitik auf den Bund überging und das in 
Rheinland-Pfalz teils realisierte, teils geplante Leistungsniveau 1950 in wesentlichen 
Bereichen wieder empfindlich sank.
	        

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