Full text: Studien zum Meistersinger Jörg Schiller

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1452 Hanns Schilher49), 1460 lutiwig scMcher50), 1464 Hans 
Schilher51 52), 1495 Hans Schilher92), 1504 Matheus Schilherr53). 
Diese Belege zeigen deutlich, wie sehr der Familienname „Schil¬ 
ler“ schon im 13.—15. Jhdt verbreitet war, und zwar über ganz 
Oberdeutsc Irland1 zerstreut; so in Franken, der Oberfalz, in 
Ober- und Niederbayem, in Württemberg und Schwaben, z. T. 
noch darüber hinaus. Weiteres läßt sich jedoch aus den vor¬ 
stehenden Urkunden stellten nicht ablesen54); nirgends findet 
49) M. B. 21, 513—17 unter den „Mon. Coenobii S. Salvatoris“ 
Nura. 133 (s. o.). 
50) Heidelb. Hs. Pal. germ. 639 Bl. 187b, 15. Jhdt. (1460); als 
Schriftprobe erscheint 2 X: „Item ludwig schilcher burger zu“ . . 
siehe „Katalog der Hss. der Univ.-Bibl. Heidelberg“, hrsgeg. v. K. 
Bartsch, Bd. 1 Nr. 296. 
51) Burggräfl. Zinser in Langenzenn (s. o.), angeführt im Sal- 
buch des Amtsgericht Cadolzburg von 1464: „Schillers acker gewesen“. 
|M.B. 48, N. F. 2,1 (1912) S. 69]. 
52) „Am II. 6. 1495 bestätigt Jörg Giech, Domherr zu Wiirz- 
burg u. Landrichter des Herzogtums Unterfranken, ein Testament der 
Eheleute Hans Schilher in Schweinfurt“, siehe „Katalog der Hss. der 
Universitätsbibi. Heidelberg“, hsgeg. v. K. Bartsch, JI. Bd. Pal. germ. 
788 Bl. 118. 
53) Ein M. Sch. („des Büchensteiners frauen brüder“, der 16 
Jahre lang nicht in Augsburg gewesen war) wird am 12. 10. 1504 
zusammen mit Michel Lausterer („ains metzgers sun, hett des Büchen- 
stains dochter“) mit dem Schwert hingerichtet, als Straßenräuber und 
der Stadt abgesagte Feinde. Vergl. „Deutsche Städtechroniken 23, 
Augsburg IV, S. 449. 
54) Anhangsweise gebe ich auch einige Belege über die Ver¬ 
breitung des Familiennamens „Schiller“ im 16. Jhdt., um so vielleicht 
auf einige in der bisherigen Aufzählung verborgen gebliebene Zweige 
der Gesamtfamilie „Schiller“ hinzu weisen: 
ca. 1520—30 Matthias Schilher 
ca. 1560 * Plato Matthias, vermutlich Sohn des vorgenannten Hats- 
schreibers zu Nürnberg. 
Vergl. über beide, G. A. Will, Nürnbergisches. Gelehrten¬ 
lexikon, 1755-58, III. Teil, 525/6; 
ferner H. Schröder-Klose, Lexikon der Hamburgischen 
Schriftsteller VI., Hamburg 1873. 
a. 1564 Leomau Schiller, Kanzler des Erzherzogs Ferdinand in Inns-
	        

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