Full text: Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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Zeuge: „Ich habe ihm 2 Ochsen abgekauft am 4. Jan. 1877." 
Prä s.: „Ist Ihnen bekannt, daß er an Stelle der verkauften 
Ochsen andere fauste?" 
Zeuge: „Das kann ich nicht sagen." 
Präs.: „Die Ochsen, welche Sie gekauft haben, waren das Ochsen 
zum Anspannen?" 
Zeuge: „Ja." 
Präs.: „Also darüber können Sie uns nichts sagen, ob er an 
Stelle der verkauften Ochsen sich andere angeschafft hat?" 
Zeuge: „Nein." 
Präs.: „Wann haben Sie die Ochsen bezahlt?" 
Zeuge: „An demselben Tage." 
Präs.: „Wieviel haben Sie dafür bezahlt?" 
Zeuge: „163 Thaler." 
Der Grund, aus welchem L e i st in dem oben erwähnten Gespräche 
sagte, er habe viel Geld, ist durch die Vernehmung dieses Zeugen 
hinreichend aufgeklärt, und wird deßhalb auf andere Zeugen in dieser 
Sache verzichtet. 
Achtzehnte Sitzung. 
Freitag den 14. März, Norm. von 9 bis 12 Uhr. 
Verlesung von Akten. Da manche unleserlich sind, so werden alle 
durch den (wieder ziemlich hergestellten) Staatsprokurator Linz verlesen, 
welcher sich bisher mit diesen Briefen viel beschäftigt hat und sie darum 
leichter entziffern kann. 
Es wird zunächst eine Reihe von Briefen verlesen, in welchen 
der Pastor Neur. gebeten wjrd, Mp. Wasser ;u senden und entweder 
ersucht wi d, die Auslagen durch Postvorschuß zu erheben, 
oder versprochen wird, die a nzug e b e nde n 11 n ko sten zu e rsta t t en. 
Alle Briefe, welche nach dem 11. Oktober 1876 ankamen, sind auf der 
Post mit Beschlag belegt worden; das den Briefen beigefügte Geld wird 
vom Untersuchungsrichter aufbewahrt. Ein Briesschreiber hat sich beim 
Hrn. Pastor erkundigt, wo das an ihn gesandte Geld verblieben sei;
	        

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