Full text: Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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welche die Republik gebrauchen will, ein Verlust von 10 000 
Gulden für die Eigenthümer. Es war uns auffallend, daß die 
Preußen unter ihren Augen diese Dieberei ruhig vollführen ließen. 
Ein einziger Kanonenschuß würde die Fuhren zur Rückkehr be¬ 
wogen haben. 
den 2Oten Oktober. 
Nicht genug, daß wir bisher täglich an den Verschanzungen 
gearbeitet und um den republikanischen Muth zu erwärmen Brenn¬ 
holz gehauen haben, noch eine neue Arbeit ist uns heute aufge¬ 
bürdet worden, uns, die wir Hunger und Durst leiden, und denen 
es so heilsam wäre sich aller Eßlust erregenden Bewegung zu ent¬ 
halten und sich, wie man zu sagen pflegt, krumm zu legen. Gene¬ 
ral Vincent hat den glücklichen Einfall gehabt dem Feind außer 
den Verschanzungen auch noch durch eine Ueberschwemmuug den 
Zugang zu St. Johann zu erschweren, und nun wird seit heute 
Morgen mit rastloser Thätigkeit an Wasserdämmen gearbeitet. 
Daß diese mit Hülfe unsrer Hände und Beutel zu Stand gebracht 
werden, ist ohne Zweifel. Wo aber das anbre zu einer Ueber- 
schwemmung hochnothwendige Requisit, das Wasser, herkommen soll, 
geht über unsre Begriffe, da alles, was bergab läuft, in dem ge¬ 
ringen Abfluß eines sehr unergiebigen Feldbrunnens besteht, welcher 
schwerlich noch in diesem Jahrhundert den eingedämmten Erdstrich 
so tief überschwemmen wird, daß die Feinde der Abderiten mit 
Bequemlichkeit darin hausen könnten. Doch vielleicht ist Vincent 
mit einem arrêté der Repräsentanten versehen, wodurch sie aus 
Omnipotenz der Saar befehlen bergan zu fließen. Es scheint, 
daß die jüngsten Vorfälle in Elsaß uns diese neueste Mühselig¬ 
keit zugezogen und den General Vincent zu diesem Abderiteustreich 
bewogen haben. Diese haben wieder eine große Furcht und Muth- 
losigkeit unter den Fr. Truppen verbreitet und ihnen eine neue 
Beschäftigung gegeben, nämlich die Plane der Deutschen zu er¬ 
rathen. Als den natürlichsten finden sie den, daß solche den 
Posten von Saarbrücken forciren, dadurch die Communication
	        

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