Full text: Geschichtliche Beschreibung der Burgen an der Saar

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Gut. Freilich hat das Zeitalter, dessen wir uns zu 
erfreuen haben, unvergleichliche Vorzüge: die Burgen 
sind gesunken, Wälle, Mauern und Thore sind ge¬ 
fallen und zerstört; zu friedgeselligem Fleisse ver¬ 
einigt sich der Städter mit dem Ländler; die Macht 
der Stärke ist gewichen der Macht des Wissens 
und ihr huldigen mit gleicher Liebe alle Stände. 
Die Freiheit, des Himmels schönste Gabe, sie ist, 
erhebend und beglückend, Jedem in gleichem Maasse 
zugetheilt, und vor der Herrschaft milder Gesetze 
sind alle Vorrechte und Standesunterschiede ver¬ 
schwunden. Indess darf auch nicht verkannt wer¬ 
den, dass die Burgen die damals wehmüthigen Ver¬ 
hältnisse nicht gerade hervorgerufen haben, sie 
selbst waren vielmehr die Ausgeburt jener finsteren 
und schauerlichen Weltlage; denn wo weniger die 
moralische Natur des Menschen, die Persönlichkeit 
und Würde sich geltend zu machen gewusst, desto 
mehr musste die rohe Gewalt, der Drang zur Fehde 
und zum Waidwerk, die Lust zu plündern und alle 
Vorrechte sich anzueignen, das Uebergewicht er¬ 
langen. Und mögen auch viele der Burgen, wie 
bei uns Montclair, in der Absicht erbaut worden 
sein, um auf Wasser- und Landstrassen den Kauf¬
	        

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