Full text: Mosel- und Saarführer

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einen Aussichtspunkt zu besteigen wünscht, dem ist die von 
den Festen Constantin (unten) und Alexander (oben) 
gekrönte Höhe der K arthau se zu empfehlen. Man gelangt 
auf der Hunsrücker Landstrasse, die wegen ihrer Aussicht 
auf das Eheinthal berühmt ist, hinan. Am Fusse derselben 
liegt der Moselhahnhof. Von der Höhe eine schöne Aussicht 
auf das Moselthal; oben der grosse Übungsplatz der Garnison. 
Am nördlichen Abhange der Karthause liegt der Kob¬ 
lenzer Friedhof, Grabstätte des Dichters Max von Schenken- 
dorf und des Generals v. Goehen und anderer kommandierenden 
Generale des VUL Armeekorps. In der Wohnung des Fried¬ 
hofwärters eine von diesem angelegte sehenswerte Sammlung 
ausgestopfter einheimischen Vögel. 
Das Moselthal von Coblenz bis 
Cochem. 
Eise u bahn fahrt vom Moselhahnhof aus. Bei Güls, 
4 km von Coblenz, überschreitet die Bahn die Mosel und 
bleibt nun bis Cochem auf dem 1. Ufer; daher ist es zu em¬ 
pfehlen, in den Wagen sich links zu setzen. Die bei den 
einzelnen Orten angegebene Kilometerzahl giebt die Fahrt¬ 
strecke von Coblenz aus an. Die Chaussee läuft auf dem 
rechten Ufer. 
Von Coblenz stromaufwärts ist anfänglich auf beiden 
Seiten des Flusses ein fast ebenes, nur wenig ansteigendes 
Vorland, von der Mosel angeschwemmter Boden, mehr zum 
Obstbau als zum Weinbau verwendet. Das Gelände sieht 
daher aus wie ein Garten; die schönen Ortschaften sind von 
freundlichen Obsthainen umgeben. 
Gegenüber der Landungsbrücke Lützel-Coblenz, vergl. S. 
31, der nächste Ort 1. ist Metternich, vorher die Rohrer- 
höfe, am Fusse des Felsenriffes gelegen, das sich der 
Mosel kurz vor ihrer Mündung entgegenstelit und sie nochmals 
zwingt, ihre Richtung zu ändern; die Höfe, jetzt Privat¬ 
eigentum, gehörten ehemals zu der Cisterzienser -Abtei Him- 
merode. Der Weg, der von Coblenz durch die Höhe nach 
Metternich führt, ist die alte Trierer Strasse, die von hier 
das Maifeld erreicht. 
Mettsrnicb, altes Pfarrdorf, schöne Kirche aus dem An¬ 
fänge des 18. Jahrhunderts mit schlanken Säulen; der 
schiefe Turm rührt noch von der alten Kirche her. In der
	        

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