Full text: Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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Halberge zu stehen, woselbst die Compagnie sich denn 
auch eingefundeu und den Brebacher Kirchhof be¬ 
setzt hatte, der den Truppen eine gedeckte Stellung 
bot und von wo ans die sich dort kreuzenden 
Wege beherrscht werden. Nachdem die Infanterie 
Aufstellung genommen hatte, wurde von der dort per¬ 
manent stehenden Feldwache um Uhr eine Ulanen- 
Patronille über Fechingen hinaus vorgeschickt, da man 
von dort aus einen Angriff des Feindes vermuthete. 
Ein Angriff ist indeß nicht erfolgt, dahingegen kehrte 
gegen 6 Uhr die Patrouille zurück und meldete dem 
aus der Feldwache anwesenden Commandanten, Major 
von Pestel, daß unterhalb der Eisenbahnbrücke bei 
Welfferdingen die Franzosen drei Brücken über die 
Saar geschlagen und sie vom rechten Ufer aus bemerkt 
habe, daß auf dem jenseitigen Ufer zwischen Saarge¬ 
münd und Großblittersdorf große Zeltlager der 
Franzosen sich befänden mit Infanterie, Cavallcrie und 
Artillerie. 
Kurz nach dieser Meldung bewegte sich eine Ulanen- 
Patrouille, bestehend aus 4 Mann von der 0. Escadron, 
in ruhigem Schritt auf der Staatsstraße itt der Rich¬ 
tung von der franz. Grenze nach dem Dorfe St. Ar¬ 
nual. Einige Hundert Schritte vor genanntem Dorfe, 
in der Nähe des St. Arnualer Forfthanses, an der 
Stelle, wo die Straße eine Biegung macht, einerseits 
der steil ansteigende dichte Wald, andererseits die in 
der Tiefe vorbeifließende Saar, angekommen, gab eine 
im Versteck liegende Abtheilung franz. Infanterie einen 
starken Kugelregen auf die vier Mann ab, so daß der 
Ulan Müller schwer in den Hals getroffen, noch bis 
in das nahe Dorf reiten konnte, woselbst er verschied; 
von den drei andern wurde des einen Pferd schwer, 
das des andern leicht verletzt, während der vierte mit 
seinem Pferd glücklich dem Hinterhalte entkam. Auf
	        

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