Full text: Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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kleines Dejeuner einzunehmen. Unter der Leitung dc§ 
Hrn. C. Krause wurden während dessen von einem 
trefflichen ans Sängern beider Städte zusammenge¬ 
setzten Süngerchor herrliche Lieder vorgetragen. 
Das sind in flüchtigen, skizzenhaften Zügen die 
Hanptmomente einer Feier, die neben ihrer allge¬ 
meinen geschichtlichen Bedeutung gerade für unsm 
Städte ein ganz besonderes Interesse haben mußte iiiil 
' die bei Allen, welche sie miterlebten, ein bleibendes Aii- 
dcnken finden wird. Wie sehr hatten sich unsere Städtk 
ans diesen Tag gefreut und wie ward cs von alle» 
Einwohnern bedauert, daß cs ihnen nicht bcschicdcii 
war, Seine Majestät in ihren Mauern zu schert, fm 
welche Gelegenheit alle Borbercitnngcn getroffen waren, 
dem heimkehrenden Monarchen ans seinem Triumphzugk 
einen würdigen Empfang zu bereiten. Aber nur eine 
einzige Stunde konnte der König hier ans dem Bahn- 
Hofe verweilen; er hat die Ruhe in der Hcimcch 
der er zugeeilt, wohl verdient und auch andere ticue 
Herzen auf seinem Wege harren auf die Freude, de» 
Kaiser begrüßen zu können. Gott sei mit ihni auf 
allen seinen Wegen! 
Der goldene Lorbeerkranz ist nach einer Skizzc 
des Herrn Maler Schex in Düsseldorf von dem Hem 
Gabr. Hermeling in Köln in höchst kunstsinniger Weist 
ausgeführt worden. Die einzelnen Theile des Kranzes, 
hergestellt ans 22- und 20-karäthigem Gold und Platin, 
sind frei ans der Hand getrieben und äußerst fein zu¬ 
sammengesetzt, so daß das Kunstwerk trotz seines an¬ 
sehnlichen Gewichtes — 3 Pfd. 6 Loth — eilten 
äußerst leichten Eindruck macht. Der Kranz bcsteljt 
ans zwei Lorbeerzweigcn mit 60 Blättern, durch welch! 
sich ein weißes Platinband schlingt, auf dem in schwarz 
emaillirter Fractnrschrift die Namen „Weißcnburg, 
Wörth, Saarbrücken, — Metz, Sedan und Straßburg"
	        

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