Full text: Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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waren nicht blos jetzt die Rettung der Provinz: jj; 
werden das Gelüste bannen, die westliche Grenzmai' 
Deutschlands von dem Herrscherstamme abzureißen 
welcher über ein halbes Jahrhundert ihr tapferer Schütze ! 
war; sie werden für alle künftige Zeiten ein einige 
Deutsches Baterland begründen und erhalten. 
Euer Majestät diese Gefühle des Dankes tut j 
der Bewunderung der vollzogenen Thaten in Ehrfurch - 
unterthänigst ansznsprechen, haben die Vertreter Rhem " 
scher Städte und Gemeinden für eine Ehrenpflicht gl » 
halten und bitten, die Urkunde dieses Dankes ui> 
Treue in Gnade entgegennehmen zu wollen. ¡( 
(Folgen die Unterschriften.) ir 
Ein anderer der Herren Depntirten, wenn m u 
nicht irren, der Oberbürgermeister von Crefeld, Her ^ 
v. d. Heydt, brachte alsdann dem Kaiser den Lorbeer • 
kränz dar, für welche patriotische Gabe Seine Majl (r 
stüt tiefbewegt dankten und in seiner Rede besonder ü 
der' Opferwilligkeit des Volkes gedachte; diese sei t ¡e 
hauptsächlich gewesen, die ihn, den Kaiser, und de t 
Heer gestärkt und getragen habe. J ^ 
Nach dieser feierlichen Handlung brachte eie $ 
Deputation Saarbrücker Jungfrauen unter Führul ^ 
des Kaufmanns Herrn Jakob Schmidt dem geliebte 
Monarchen eine andere, schlichtere aber uichtsdestom lg 
niger ebenso herzliche Huldigung — ein prächtig!,, 
Blumenbougnet ans der Flora der Frau von Strail 
wobei Fräulein Maria Sarry folgende Worte sprach l( 
Nur Plurnen sönnen wir als Daukcszeichen 
Des Königs Majestät zu Füßen legen, » 
Mit dem Gebet, daß Gottes reicher Segen r 
Nie möge von dein deutschen Kaiser weichen! 
Der in dem Lorbeerlranz, dem ruhmesreichen, 
Den Oelzweig will mit festem Sinne Pflegen, 
Und Deutschland führte einem Glück entgegen, ^ 
Vor dem sich staunend alle Völker neigen! Ir
	        

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