Full text: Logik

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II. ElemeDtarlehre. 
irgendwie setzbaren Unterschiede. Diese Allheit, welche 
über jede angebbare Vielheit hinausgehend gedacht wird, 
kann aber nur verstanden werden als qualitative, nicht 
quantitative, d. h. so wie „alle Menschen“ nicht besagt eine 
angebbare oder unangebbare, endliche oder unendliche Zahl, 
sondern: sofern etwas Mensch ist, gilt davon das und das, 
d. h. das Behauptete gilt von jedem, das der gestellten 
Bedingung genügt, es sei nun Eins oder Vieles, endlich 
oder unendlich, angebbar oder unangebbar. Die Größe als 
„veränderliche“, die in die bestimmten Größenwerte sich 
erst entwickle, ist der einfache Ausdruck einer solchen 
qualitativen Allheit; sie besagt die Zusammenfassung der 
überhaupt setzbaren Unterschiede (seien diese nun endlich 
oder unendlich) in der qualitativen Einheit des Gesetzes, 
nach dem die Unterschiede sich entwickeln, so daß nichts 
unbestimmt bleibt. Gemäß dieser Funktion der qualitativen 
Allheit wird z. B. der Weg von Punkt zu Punkt im Raume 
als stetiger Übergang gedacht, indem er angenommen wird 
als in seinen Teilen und Teilen der Teile und so ins Un¬ 
endliche bestimmt, nämlich durch das Gesetz etwa der 
Identität der Richtung oder einer bestimmten Art der 
Richtungsänderung. Dieser Unterschied zwischen der durch 
die Qualität und der durch die bloße Quantität gedachten 
Größe drückt sich bei Leibniz und Kant aus als der der 
„intensiven“ Grösse, bei welcher die qualitative Einheit 
des Gesetzes als der Quell gedacht wird, aus welchem die 
Mannigfaltigkeit der quantitativen Werte sich erst erzeuge, 
von der „extensiven“, die bloß durch Vervielfältigung der 
in sich unbestimmten, bloß quantitativ gedachten Einheit 
entstehe. Demnach betrachteten sie richtig die intensive 
Einheit als das Fundament der extensiven, so wie überhaupt 
die Einheit der Synthesis der logische Grund der Ver¬ 
einigung des Mannigfaltigen im Denken ist, oder wie der 
Inhalt des Denkens den Umfang bestimmt. Die „intensive 
Größe“ bestätigt also die qualitative Einheit unserer dritten 
Kategorie als Einheit des Ursprungs (§ 13). 
§ 18. Das Denkverfahren der Relation. 
Durch die beiden eng verbundenen Verfahren der 
Quantität und Qualität ist für die mögliche Bestimmung
	        

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