Full text: Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa (41)

Desinfektion 
Zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten sind im Berichtsmonat insgesamt 71 
der verschiedensten Desinfektionen vorgenommen worden. Die Zahl der desinfi¬ 
zierten Wohnräume betrug 42. 
Krankenhäuser 
Bürgerhospital 
Die infolge des schlechten Wetters eingestellten Wiederaufbauarbeiten am Haupt¬ 
gebäude und Isolierhaus 111 konnten wieder aufgenommen werden. Um die Ar¬ 
beiten zu fördern, ist es unbedingt erforderlich, daß weitere Fachkräfte eingesetzt 
werden. Mit dem Arbeitsamt wurden diesbezügliche Verhandlungen aufgenom¬ 
men. Gipser- und Klempnerarbeiten konnten bisher nicht ausgeführt werden. Zur 
Zeit ist es trotz Deblockagescheinen nicht möglich, das erforderliche Bauholz zu 
erhalten, so daß die Ausführung von Zimmerarbeiten verzögert wird. 
Evang. Krankenhaus 
Im Berichtsmonat ist ein weiterer Fortschritt der Instandsetzungsarbeiten nicht 
erzielt worden, da die in dem Bericht des Vormonats erwähnten Materialien für die 
Dachrinnen, Abfallrohre, also Klempner- und Installationsartikel, sowie Gips und 
das noch fehlende Holz nicht geliefert wurden. 
Heiliggeist-Krankenhaus 
Die Wiederaufbauarbeiten schreiten nur langsam fort, da es an Arbeitskräften und 
Material fehlt. Bau II ist jetzt fertig verglast, dagegen sind in Bau 1 und Küche die 
Verglasungsarbeiten noch im Gange; ebenso die Reparaturarbeiten in den verschie¬ 
denen Bauten an Fensterrahmen, Türen und Türschlössern. Die Anstreicherarbeiten 
gehen wegen Fehlens von Material auch nur langsam voran. Die Röntgenabteilung 
wird jetzt in Angriff genommen. Die Entbindungsstation ist fertiggestellt und seit 
dem 19.3.1946 in Betrieb genommen. 
Rastpfuhlkrankenhaus 
Infolge Mangels an Material und Arbeitskräften sind nur geringe Fortschritte bei 
den Instandsetzungsarbeiten zu verzeichnen. 
Franziskus-Kinderheim 
Im Monat März sind die Bauarbeiten infolge der ungünstigen regnerischen Witte¬ 
rung nur wenig vorwärts gegangen. Das noch brauchbare Material wurde aus dem 
meterhohen Bauschutt geborgen und sichergestellt. Mit der Anlage des Mauer¬ 
werks wurde begonnen. 
Von der Militärregierung wurde ein Lieferschein für 15 cbm Bauholz ausgestellt. 
Nach Lieferung wird das Holz verzimmert und verlegt. Für den Dachstuhl des 15 m 
breiten und 30 m tiefen Gebäudes fehlen noch weitere 15 cbm Bauholz, wofür die 
Freigabe beantragt ist. Da bis zum 15.5.1946 die Bauarbeiten soweit gediehen sind, 
daß der Dachstuhl aufgestellt und eingedeckt werden kann, müßten bis zu diesem 
Zeitpunkt die erforderlichen 6.000 Ziegel geliefert sein. 
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