Full text: Landesherrliche Finanzen und Finanzverwaltung im Spätmittelalter

Rechnungen der Kellerei Kirkel 
Die Rechnung der Kellerei Kirkel aus dem Jahre 1447/48 
Landesarchiv Speyer, Bestand B 3, Nr. 631 (fol. 1-34) 
Die Rechnung ist gebunden und vom oberen Rand her auf 2 bis 4 Zentimeter stark 
verfärbt bzw. nachgedunkelt. Es scheint sich hier um einen Wasserschaden zu 
handeln, der bereits eingetreten ist, bevor die Hefte gebunden wurden, denn der 
Einband weist keinerlei Schäden auf Auf diesen Schaden am oberen Blattrand sind 
die Lücken im Text der erste(n) Zeile(n) zurückzuführen, auch läßt sich deshalb 
nicht immer entscheiden, ob ursprünglich über jeder Rubrik eine Überschrift 
stand. Der Inhalt besteht aus drei Heften: Das erste Blatt ist an die sechs Lagen 
des ersten Heftes (fol. 2-13) angeklebt, es folgt ein zweites Heft in sechs Lagen (fol. 
14-23) und ein drittes Heft in vier Lagen (fol. 26-33), an das fol. 34 angeklebt ist. 
Das erste Blatt der Rechnung (fol. 1) ist oben abgerissen und restauriert; vom 
oberen Rand fehlen etwa 5 bis 6 cm des Blattes. Die eigentliche Rechnung mit dem 
Titel und der Liste des Hausgesindes beginnt erst auf fol. 2'. Jedoch finden sich auf 
fol. T neben des Spuren eines Eintrags im oberen Blattviertel aus dem 15. Jahr¬ 
hundert die übliche Aufschrift Kirckier Kellerey Rechnung von der Hand eines 
Archivars des 17. oder 18. Jahrhunderts mit schwarzbrauner Tinte sowie die Jah¬ 
reszahl 1447 in arabischen Ziffern und in brauner Tinte (wohl aus dem 16. Jahr¬ 
hundert). Das Etikett des Einbanddeckels trägt die Aufschrift Kirckier Kellerey 
Rechnung DE ANNO 1447. Die Rubrikenüberschriften sind zum allergrößten Teil 
bis auf wenige Buchstaben nicht mehr lesbar, können aber aus dem Inhalt und 
durch Vergleiche mit anderen Rechnungen zu einem großen Teil sinngemäß er¬ 
gänzt werden. Der Name des Kellers wird in der Überschrift der Rechnung nicht 
ausdrücklich genannt, in der Liste des Hausgesindes erscheint an erster Stelle, an 
der üblicherweise der Keller rangiert, Hans Marsteller. Als Wasserzeichen findet 
sich auf den folia 4, 10, 11, 14, 15,27 eine Krone, aus der eine dreiblättrige Pflan¬ 
ze wächst. 
[lr] Su(mma) su(mm)a(rum) an103 
[2r] Innahme an körne, gelde chaber vnd win>, | als ich 
ingenotn(m)en han von dem | sonnetage an Reminis- 
ce(re) anno | (14)47 biss off sonnetag Reminisce(re) 
<14 > 4 8 0 vnd ist diss das hussgesinde: 
P(ri)mo Hanns marsteller, 
It(em) Heilman, 
Wilderich, 
Paffenheintze, 
It(em) der koch, 
103 Etwa das obere Viertel des ersten Blattes ist abgerissen. Es enthielt am Seitenanfang 
wohl mehrere Summeneinträge an Geld, Korn, Hafer oder Wein von der Hand des Schrei¬ 
bers der Rechnung; vielleicht handelt es sich hierbei auch um Prüfvermerke, 
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