Full text: Landesherrliche Finanzen und Finanzverwaltung im Spätmittelalter

LA Speyer, B 3, Nr. 657, 1484/85 (Geld) 
Die Rechnung der Kellerei Kirkel aus dem Jahre 1484/85 betr. Geld 
Landesarchiv Speyer, Bestand B 3, Nr. 657 (fol. 1-17 bzw. 0-18) 
Das Rechnungsbändchen besteht aus einem einzigen Heft (fol. 1-17) in acht Lagen. 
Als unfoliiertes Deckblatt (fol. 0) ist vor fol. 1 ein Blatt angeklebt, das aufgrund 
der leichten Nachdunkelung der Recto-Seite und weil es bereits von einer Archi¬ 
varshand des 16. Jahrhunderts die Aufschrift Kirckler | Kellerei | Anno | 1484 trägt 
(wobei die erste 4 in verräterischer Weise eine 5 überschreibt), von Anfang an zu 
diesem Heft gehört haben dürfte. Ein Einnahmebeleg des Kellers von Kirkel ist als 
fol. 2 eingebunden. Fol. 16, das letzte beschriebene Blatt, trägt auf der Verso-Seite 
den Abgleich eines Rechnungsprüfers und weist außerdem am rechten oberen 
Rand Verschmutzungsspuren auf; diese Indizien sprechen dafür, daß es sich hier 
um das ursprünglich letzte Blatt des Rechnungsheftes gehandelt hat, das bei der 
Einbindung im pfalz-zweibrückischen Archiv an diese Stelle vor die letzten Blätter 
des Heftes gelangte. Die Blätter 17 und 18 (unfoliiert) sind unbeschrieben, fol. 18 
ist in den Einband geklebt, darunter wird das Innenblatt des Einbanddeckels sicht¬ 
bar. Das Etikett auf dem Buchrücken fehlt; dieser ist vor allem in der Mitte infolge 
eines Wasserschadens aufgebrochen und zerfleddert. Bruchstellen infolge dieses 
Schadens finden sich demzufolge auch auf allen Blättern in der Mitte des inneren 
Blattrandes. Es konnten keinerlei Wasserzeichen festgestellt werden. Das Rech¬ 
nungsheft beinhaltet laut seiner Überschrift (fol. V) und seinen Buchungen nur die 
Geldrechnung für Herbst und Frühjahr des Jahres 1484/85 und ergibt mit der 
folgenden Naturalienrechnung (Nr. 658) eine komplette Stückrechnung; es handelt 
sich bei beiden Rechnungsheften keineswegs, wie im Findbuch des Landesarchivs 
Speyer angegeben, um Dubletten. 
[lr] Entpfengniss, so ich Wern her keller | zu Kirckel von 
myns gned(igen) hern hertzug | Ludwigs wegen in der 
selben kellery | an gelde ingenom(m)me(n) vnd widder 
vss|geben han von des Heilig(en) (Cruzes) tag | E x a 1 - 
tac(i)o(n)is an bitz vff sontag Inuocauit | von den jare 
< i 4 > 8 40 
[2 ] It(em) 13 guld(en) hait der scholtis vo{n) Lymppach dem keiner zu Kirckel geben | 
von dem geleyde vff mittwoch nach Sant Matheus dag, 
It(em) 5 guld(en) von dem meyer vo(n) Erbach vff den selbe(n) mittwoch von | 
dem zolle. 
[3r] Inname an gelde zu Kirckel 
Item 5!/2 lib(rae) 614 s 1 d, dut 6 guld(en) 814 s | 1 d, failent alle jar von zinsen ger- 
ten | eckern vnd wiesen inhalt des zinssbuchs | vnd nach lut eyns Zettels von weme 
vnd | wie vil iglicher gibt ich bylegen. 
It(em) 61 14 kappen von den selben zinsen, | der sint 12 gein Zweinbruck(en) kö¬ 
rnen | vnd sint myr 3914 mit gelde bezalt, | eyn(er) vor 1 s d, dut 214 guld(en) 5 s d. 
503
	        

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