Full text: Landesherrliche Finanzen und Finanzverwaltung im Spätmittelalter

Rechnungen der Kellerei Kirkel 
Die Rechnung der Kellerei Kirkel aus dem Jahre 1463/64 
Landesarchiv Speyer, Bestand B 3, Nr. 640 (fol. 1-28) 
Das insgesamt gut erhaltene Stück besteht aus zwei Heften, deren ersteres (fol. 4- 
16) in sieben Lagen und letzteres (fol. 18-27) drei Lagen umfaßt. Blatt 14 liegt 
doppelt und wurde nie aufgeschnitten. Am Anfang des zweiten Heftes ist fol. 17 vor 
Blatt 18 geklebt. Zu Beginn des ersten Heftes sind die Blätter 1-3 angeklebt, die 
den Abgleich (fol. lr), eine separate Auflistung verschiedener Ausgaben an Geld 
(fol. 2r) und die Rezeßurkunde (fol. 3) mit Siegelspuren auf der Rückseite enthalten. 
Ans Ende des zweiten Heftes wurde fol. 28 angeklebt, das einen weiteren Abgleich 
enthält, der anläßlich der Rechnungsprüfung durch die herzoglichen Räte entstan¬ 
den sein dürfte. Der Einbanddeckel aus dem pfalz-zweibrückischen Archiv trägt 
ein Etikett mit der Aufschrift Kirckler \ Kellerey \ Rechnung \ DE \ ANNO \ 1463. 
Ganz oben auf fol. lf findet sich die Jahreszahl 1463 und unter dem Abgleich der 
Eintrag Kirckler Kellerey Rechnung | 1463 von Archivarshand in schwarzbrauner 
Tinte. Außer der als Blatt 3 eingeklebten Rezeßurkunde sind keine weiteren Beleg¬ 
zettel erhalten. Die Kanzleischrift dieser Rechnung wurde wohl schneller und des¬ 
halb unsauberer geschrieben als gewöhnlich. Das übliche Wasserzeichen (gehörn¬ 
ter Stierkopf mit dem Buchstaben T auf einer Stange) findet sich auf fol. 11 und 27 
und in Teilen auch auf fol. 3 (Rezeß). 
[lr] Inname vberdrifftt vssgabe an gelt | in allen vier buch(er)n vnd mit der | quitancyen 
44 g(u)ld(en) 5 s d | des geet abe 50 g(u)ld(en) die Joh(ann)es | my(ne)m hern ge- 
luwen hat, also | were myn h(er)re ime darvber | schuldig 5Vz g(u)ld(en) 6 s d. 
Inname vberdrifftt vssgabe in alle(n) | vier buch(er)n vnd mit der qwitancye(n) | an 
körne 222/2 malter kor(n), | des hat er vff dem spicher 231 '/2 malter. 
Inname vberdrifftt vssgabe in allen | vier büch(er)n vnd mit der qwitancye(n) | 4 
fuder 1 ame, des hat er im | keller 4'/2 füder. 
Inname vberdrifftt in allen vier | büch(er)n vnd mit der qwitancye(n) | die vssgabe 
150 malt(er) 7 fasse, | des hat er off de(m) spicher 165 malter hab(er)ns. 
[2r] It(em) 20 guld(en) an gult han ich | geben vmb 40 malt(er) habern. 
It(em) 7 s vmb 1 malt(er) dem | grabe(n)meche(r). 
It(em) 8 lib(rae) d 8 s han ich | geben vmb 24 malt(er) kauft | ich zu Erfwir, daz 
malt(er) vor | 7 s d. 
It(em) 3V2 lib(rae) d vmb 10 malt(er), kauft | ich zu Seilbach. 
It(em) 14 s vmb 2 malt(er), kauft | ich zu Wirzbach. 
It(em) fünfzig guld(en) han ich geben | mey(nem) gnedige(n) hem. 
Soma an habern 97 | malt(er). 
Soma des gelts 84 gul(den) | 7 s d. 
[3r] 1 Wir Ludewig von gots gnaden Pffaltzgraue by Rine hertzog inn Beyern vnd graue 
|' zu Veldentz erkennen inn diessem briefe das vns vnser keiner zu Kirckel Jo¬ 
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