Full text: Gedanken

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Ohne wirtschaftlichen Reichtum, der sich in 
wenigen Händen sammelt, ist auch „Reich¬ 
tum“ an bildenden Künsten, an Geist, an vor¬ 
nehmer Sitte unmöglich, um von dem Luxus 
an Weltanschauungen, an theoretischem statt 
praktischem Denken zuschweigen.Wirtschaft- 
liche Verarmung zieht geistige und künstle¬ 
rische sofort nach sich. 
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Kultur ist ohne eine gewisse Höhe der Lebens¬ 
haltung nicht zu denken. Der Nachwuchs für 
Wissenschaft, Kunst und Technik bedarf einer 
geistigen Verfeinerung, welche im allgemeinen 
den groben Kampf ums Dasein schon für die 
Väter und Mütter ausschließt. 
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Alles abstrakte Grübeln über Wirtschafts¬ 
begriffe fern von aller wirtschaftlichen Erfah¬ 
rung führt, wenn es mutig und ehrlich zu Ende 
geführt wird, irgendwie zu Vernunftschlüssen 
gegen Staat und Eigentum, und nur der Man¬ 
gel an Blick erspart es diesen materialistischen 
Scholastikern zu sehen, daß am Ende ihrer Ge¬ 
dankenkette wieder der Anfang steht: derver- 
8 Sp. G. 
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