Full text: Gedanken

es zeichnet vor ganzen Klassen von Menschen 
aus. Es gehört nicht viel dazu: Ein kleiner gut 
gehaltener Bauernhof, ein tüchtiges Handwerk 
von gutem Ruf, ein winziger Garten, dem man 
die Liebe ansieht, mit der er gepflegt wird, das 
saubere Haus eines Bergmanns, ein paar Bü¬ 
cher oder Nachbildungen alter Kunst. Worauf 
es ankommt, ist, daß man diese Dinge in eine 
persönliche Welt verwandelt, mit seiner Per¬ 
sönlichkeit durchdringt. Echter Besitz ist Seele 
und erst insofern echte Kultur. Ihn auf seinen 
Geldwert hin abschätzen ist irgendwie ein 
Mißverständnis oder eine Entweihung. Ihn 
nach dem Tode des Besitzers teilen ist eine Art 
Mord. 
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Zum Ich gehört Wille. Eigentum ist Wille, 
Entscheidung. Wer in meine freie Verfügung 
über mein Eigentum eingreift, greift mein Ich 
an. 
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Eigentum heißt, mit seinem Willen etwas un¬ 
bedingt beherrschen, und bei der germani¬ 
schen Rasse, die die willensstärkste ist, die 
die Weltgeschichte bisher gekannt hat, ist 
infolgedessen der Eigentumsinstinkt in einer 
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