Full text: Gedanken

len tierischen oder pflanzlichen Leibes gleicht, 
desto größer sind die Unterschiede der auf¬ 
bauenden Elemente, die Unterschiede, nicht 
die Gegensätze, denn diese werden erst ver¬ 
standesmäßig hineingetragen. 
283 
Es gibt... einen natürlichen Rangunterschied 
zwischen Menschen, die zum Herrschen und 
die zum Dienen geboren sind, zwischen Füh¬ 
rern und Geführten des Lebens. Er ist schlecht¬ 
hin vorhanden und wird in gesunden Zeiten 
und Bevölkerungen von jedermann unwill¬ 
kürlich anerkannt. 
284 
Kein tüchtiger Knecht denkt daran, den Bau¬ 
ern als seinesgleichen zu betrachten, und jeder 
Vorarbeiter, der etwas leistet, verbittet sich den 
Ton der Gleichheit von seiten ungelernter 
Arbeiter. Das ist das natürliche Empfinden 
menschlicher Verhältnisse. „Gleiche Rechte“ 
sind wider die Natur. 
285 
Der gesunde Mensch empfindet instinktiv, daß 
Distanzen natürlich sind. 
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