Full text: Zwischen Deutschland und Frankreich

Nr. 3112, f. 22/15 (Rotel). 
Hochgeborne furstynne, gnedige liebe frauwe vnd müme. Ere vnd güt vnd waz ich ver¬ 
mag allezijt züüor. (2) Uwern gnade gleibe zu wissen, daz ich hude verstanden hain, daz 
von myns gnedigen heren von Baer vnd von (3) Lothringen vnd uwern wegen mit mym 
heren von Metze uberdragen sij, daz er Waisb(er)g jn myns eg(ena)nt(en) (4) heren vnd 
uwer gnaden hande stellen vnd daz is dan(n) abgebrochen oder sost myr mynen kynden 
vnd vns(er)n (5) gemeynern Vorbehalten werden solle. Genedige liebe fraüwe vnd müme, 
nast dem nü daz vorgeschriben (6) sloß Waisb(er)g vff mynen eg(ena)nt(en) gnedigen he¬ 
ren vnd Jorgen von Ruldingen - der sin helffer waz vnd is (7) doch nit vorkundet hatte, 
daz sloß zu bestellen, als sich daz gebort - gewonnen vnd nit von myn vnd (8) myner kyn- 
de wegen vnd aen vnsern wissen, willen vnd zu dün verlorn vnd myr daz getruelich leit (9) 
gewest vnd mir noch faste swere vnd nit lieb ist vnd auch nast dem ich vnd myn kynde 
mym heren (10) von Metze von sins stifftes wegen zu manneschafft wise verbuntlich sin, 
hette ich mich woil vorsehen, (11) er solde sich vnsers als nit vnderzogen hain. So hain ich 
yme geschr(iben), gebeden vnd gefordert, daz ir myr (12) dar vmb recht nast ansprachen 
vnd antw(er)t vnd erkentenisse siner edelmanne widderfaren lasse, vnd (13) yme geboden 
vmb die schaden, die er davon ford(er)t, nast ansprach vnd antw(er)t vnd erkentenesse si¬ 
ner (14) edelen manne zu dem, waz ich von rechts wegen solle, als uwer gnade daz jn ab- 
geschr(iben) zweyer myner (15) lesten brieff yme da von geschr(iben), die ich uch her in 
geslossen sende, vernome(n) mag. Her vmb vnd auch (16) nast dem ich vnd myn kinde 
uwern beden h(er)tzogdoms von Baer vnd von Lothringen von manneschafft (17) vnd u- 
wern gnaden von gebürte vnd bludes wegen bewant vnd vnschuldenclich vnder allen 
vnsern willen (18) vß vnserme sloße körnen sin, daz sich faste glaublich erfonden hait vnd 
mit Goddes hellffe von dag zü dage (19) yebaß vnd gewar erfinden sal, getrue(n) ich gentz- 
lich vnd bidden uwer gnade dinstlich vnd begeren (20) vnd fordern mit ernste demu- 
te(n)clich, daran zu sin vnd zü bestallen dün, daz sich von myn(em) vorg(ena)nt(en) (21) 
gnedigen he(re)n von Baer vnd von Lothringen) vnd uwern gnaden oder die uwern we¬ 
gen vns(er)s vorgesch(ribenen) (22) slosses nit vnderzogen oder vndernomen vnd daz ieh 
is vns nit abgebrochen oder vorbehalden werde, (23) sonder gnedeclich dar zu zu raden 
vnd zü holffen, das ich, myn kynde vnd vnser gemeyner widder (24) zü vns(er)m slosse 
vnd erbe körnen möge, als uwer gnade vnd erbern rede woil vorstan mogent. Daz (25) nast 
vorgeschr(iben) Sachen billich ist, daz wollen wir, wo wir mögen, willenclich vordienen. 
Auch, gnedige (26) liebe frauwe vnd müme, als ich uwern gnaden nehste von der schade 
weg(en), die Wirsich von Stauffe(n)b(er)g, (27) her Frederich von Saui(n)gny(en), der voygt 
von Spinal vnd ande(r)n eg(ena)nt(en) gnedig(en) heren vnd uwer gnaden (28) vndersasse 
myr, mynen kynden vnd vnsern luden gethan vnd zu gefugt haint - von Pierfort, Buu- 
ckenvill (29) Laua(n)garde, Monrley(en) - vnd ander Sachen geschr(iben) han, als myn brif- 
fe, uwer gnaden gesant, vßwisent(en), (30) jst myr vff myn lesten brieffe nit geantw(er)t. Da 
von bidden ich uwer gnade demütlichen vnd begeren (31) awer mit ernst ottmudeclich, 
daz uwer gnade gnedeclich dar zü dün vnd sich geen mich vnd (32) myne(n) kinden, die 
mit Goddes helffe jn zukunfftigen zijden myme obg(ena)nt(en) gnedigen heren, uwe(r)n 
363
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.