Full text: Zwischen Deutschland und Frankreich

1433 April 7 
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Elisabeth an Johann von Kriechingen. Sie hatte ihm wegen der beiden Burgen Vars¬ 
berg geschrieben und ihn gebeten, am gestrigen Montag (6. April) zur Nacht nach Saarbrü¬ 
cken zu kommen, um mit ihr und den anderen Gemeinem am heutigen Tage über die An¬ 
gelegenheit zu reden. Da er ihr aber geantwortet habe, zu diesem Zeitpunkt nicht nach 
Saarbrücken kommen zu wollen, läßt sie ihn nun wissen, daß etliche der Gemeiner am heu¬ 
tigen Tag bei ihr gewesen sind. Als Ergebnis ihrer Beratung ist der Entschluß gefallen, daß 
die Gemeiner zusammen mit einigen ihrer Leute zum Bischof von Metz nach Nomeny rei¬ 
ten und deshalb am nächsten Tag, dem Mittwoch also (8. April), abends in Rollingen sein 
sollen, um am Donnerstag in der Frühe weiterzureisen. Sie bittet ihn daher und fordert ihn 
auf, ebenfalls zum angegebenen Termin nach Rollingen zu kommen, um (mit den anderen) 
zum Bischof von Metz zu reiten und gemeinsam mit diesem über die Sache zu reden. Dem 
Ergebnis dieses Treffens entsprechend würde sie dann zu einer erneuten Beratung rufen. 
Sie ermahnt ihn zu kommen, da die Angelegenheit ihn selbst auch betrifft. 
(44-50) 
Abschrift, von zweiter Hand durch Streichungen sowie Ergänzungen am Rande und über 
der Zeile überarbeitet. Die Schrift verso entspricht der ersten Hand recto. - LA Saarbrü¬ 
cken, Best. N-Sbr.II, Nr. 3112, f. 21, vgl. Abb. 26. 
Elizabeth von Lotthr(ingen), g(ra)ffynne widewe 
zu Nassauwe und zu Sarbrucken. 
Vnsern trunrl'chcin} grus zu vor. Lieber getruwer, als wir nehste dir nestc vnd den and(er)n 
gemeynern zu (4) Warsberg von der beder slosse Warßberg wegen geschr(iben) han, dz 
adu vff gest(er)n, ma(n)dag, zu nacht bij vns vnd den and(er)n gemeynern, die wir vff die 
zijt auch dar v(er)bodt hetten, sin woldes, vff hude vß den sache(n) zu reden etc.a\ ir vff 
hude "e;'ttt'rtn mandag, nach (5) dem palmetage zu Sarbrucken sin woldet, vns da von zu 
vnderreden ete.- vnd du vns (6) wider schribe £eschr(lbcn) hast> dz du vff dise zijt nit geen 
Sarbrucken kom(m)en mochtes, jn masse(n) din brieff vß (7) wiset, lassen wir dich wissen, 
dz der gemeyner einsdeils vff hude bij vns vnd vns(er)n frunde(n) zu (8) Sarbrucken ge¬ 
west sint vnd dz wir vns ettlicher masse vß den Sachen mit yn vnderredt han (9) vnd ge¬ 
schehen sin, dz der gemeyner einsdeils vnd auch ettliche vnser frunde wider bij vnsern 
(10) h(er)n von Metze geen Nom(m)eny rijden vnd vff morne, mittwoche, zu nacht zu 
Ruldingen sin sollen, (11) bis donrestag fruege vort zu rijden. Da bijden wir dich fruntlich 
mit flisse vnd ernsT vnd beg(er)n, dz du (12) vff morne zu nacht bij den selb(en)n vns (er) n 
gemeynern vnd fründen zu Ruldingen vnd gestalt sin (13) wolles, gestalt mit yn vort bij 
vns(er)n h(er)n von Metze zu rijden, 'bvß d(er) sach(en) mit yme zu reden, vff masse du 
dan(n) von vns(er)n gemeynern vnd frunde(n) v(er)stan(n) wirdes vnd wie ir dan(n) zu ra- 
de w(er)dent nast notdurfft zu dem her vmbe. Lieber getruw(er), wolles dis nit lassenb), 
vnd dz nit lassen als du v(er)stan macht, dz (14) noit ist, vnd ‘luch meyne(n), auch nast dem 
die Sachen dich selbs angeen, dz dum billich du hest s1’, da (15) wolles her jn dun vnd dich 
bewisen, als wir dir getruwen, vnd wissen macht, wie sichs geheischt. (16) Geben vff 
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