Full text: Zwischen Saar und Mosel

nationalsocialisme, etc. ...). Pour ces différentes raisons, M. Hoffmann aurait 
préféré présenter un autre candidat; ne l’ayant pas trouvé il se serait ralié à l’avis 
de son parti56. Dennoch wurde ihm von der französischen Regierung das Agrément 
erteilt, wie Grandval nach gegenteiligen Pressemeldungen Hoffmann am 21. 
November 1951 erklärte57. 
Der Nachtragshaushalt 1950 vom 19. Juli 1950 enthielt in seinem außerordentli¬ 
chen Teil als Teil XVIII Unterteil 8 einen Betrag von 50 Mill. Franken für die 
Kosten des Ankaufs und der Einrichtung eines Dienstgebäudes in Paris zur 
Unterbringung der Vertretung der saarländischen Regierung58. Am 10. Juli 1950 
hatte eine erste Ministerbesprechung über den Kauf eines Botschaftsgebäudes in 
Paris stattgefunden59. Im Oktober 1950 war ein Gebäude in der Villa Said in Paris 
im XVI. Arrondissement als Botschaftsgebäude bereits erworben60, und es begann 
eine Instandsetzung für 10 Mill. Franken. 
Im Haushaltsplan wurde für 1953 im Einzelplan I ein Kapitel 9 „Vertretungen des 
Saarlandes im Ausland“ eingerichtet, dessen Bezeichnung 1954 auf „Diplomatische 
Vertretung des Saarlandes in Paris“ eingeschränkt wurde. Es wurden an Mitteln und 
Stellen bereitgestellt: 
1953 
71,758 Mill. FF 
7 Beamte, 
6 Angestellte, 
5 Arbeiter 
1954 
68,275 Mill. FF 
8 Beamte, 
7 Angestellte, 
4 Arbeiter 
1955 
66,450 Mill. FF 
7 Beamte, 
9 Angestellte, 
3 Arbeiter 
1956 
56,970 Mill. FF 
7 Beamte, 
9 Angestellte, 
3 Arbeiter 
1957 
9,115 Mill. FF 
6 Beamte, 
3 Angestellte, 
3 Arbeiter61 
Am 17. Juni 1952 überreichte Dr. Emil Straus dem französischen Staatspräsidenten 
sein Beglaubigungsschreiben62. Hauptbemühen von Straus in der folgenden Zeit 
war die Aufnahme offizieller Beziehungen zu möglichst vielen diplomatischen 
Vertretungen in Paris, um so eine Anerkennung des Staatscharakters des Saarlandes 
durch möglichst viele Länder zu erreichen. 
Die Arbeit der Gesandtschaft ab diesem Zeitpunkt spiegelt sich in den regelmäßi¬ 
gen Monatsberichten an das Amt für europäische und auswärtige Angelegenheiten 
und an den Ministerpräsidenten wider63. Diese Berichte konzentrierten sich jedoch 
zum Ärger des Auswärtigen Amtes auf die Einzelheiten der täglichen Arbeit anstatt 
über politische Gespräche und politische Zusammenhänge zu berichten. Der 
Gesandte erklärte, daß es über diese Gespräche zwar Vermerke gebe, daß er aber 
aus Gründen der Geheimhaltung die mündliche Unterrichtung der Regierungsmit¬ 
56 18.8.1951, Note pour le Président der Sousdirection de la Sarre, MAE, EU Europe, 1949-1955, Sarre 
140. 
57 21.11.1951, Grandval an Hoffmann, LA.SB, StK 2340. 
58 LT-Drs, l.WP, Abt. II, Nr. 512. 
59 10.7.1950, Vermerk Schlehofer, LA.SB, StK 2340. 
60 16.10.1950, Hubert Ney, Paris, an Ministerpräsident Hoffmann, ebda.. 
61 Regierung des Saarlandes, Ordentlicher Haushalt (ab 1954: Haushaltsplan) des Saarlandes für das 
Rechnungsjahr 1953-1957. 
62 LA.SB, AA 1283; LA.SB, Ges 16. 
63 LA.SB, AA 1283. 
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