Full text: Die alte Diözese Metz

nalem Abschluß, die Nebenapsiden dagegen mit halbrundem Schluß ausgeführt. 
Während die Nebenapsiden ungegliedert sind, zeigt die Mittelapsis eine reiche Glie¬ 
derung: dreifach gestufte Fenster werden von abgewinkelten Pilastern gerahmt, auf 
denen kleine Säulen mit Würfelkapitellen das Dachgesims tragen. Im 16. Jahrhundert 
wurde der Bau als Wehrkirche ausgebaut und dabei die Apsis aufgestockt. 
Aube, ehern. Prioratskirche l'Assomption de la Ste.-Vierge (Abb. 13) 
Mos eile, Arr. Metz-campagne, Cant. Pan ge 
Die kleine ehemalige Zisterzienser-Prioratskirche vom Anfang des 13. Jahrhunderts 
wurde im 18. Jahrhundert verändert. Vom romanischen Bau ist die Ostanlage mit der 
Vierung, der innen halbrunden Mittelapsis und rechteckigen Nebenapsiden erhalten. 
Dieser Bau zeigt in einfacher Form das lothringisch-trierische Chorschema: die klei¬ 
nen Nebenchöre sind durch Bogenöffnungen mit Chor und Langhaus verbunden. 
Bemerkenswert ist der achteckige Vierungsturm mit Zwillingsarkaden. 
Morlange/ Fameck, ehern. Prioratskirche St. Nikolaus (Abb. 14, 15) 
Moselle, Arr. Thionville, Cant. Florange 
Von der romanischen Kirche ist die Ostanlage mit Querschiff, Chor, polygonaler 
Apsis und Vierungsturm mit Satteldach erhalten. Das Schiff wurde im 19. Jahrhun¬ 
dert erneuert. Die gesamte Ostanlage ist reich mit Bauskulptur verziert: die Quer¬ 
schiffgiebel mit einem Schlangenmotiv, die Apsis mit Pflanzenmotiven, die an die 
Kathedrale von Verdun erinnern, und Zierelementen in den Zwickeln der Apsis¬ 
blendbögen mit Tier- und Menschendarstellungen. Alles Äußere ist sorgfältig restau¬ 
riert und ergänzt, der ursprüngliche Bestand kaum auszugrenzen. Der Triumphbogen 
ist reich mit Blattornamentik verziert, ebenso die Kapitelle der Halbsäulen zum 
Chor. Die Bauskulptur dieser Kirche dürfte dem Meister, der im 18. Jahrhundert die 
Peterskirche in Merzig wieder aufbaute, einige Anregungen gegeben haben. 
Böckweiler, ehern. Prioratskirche (Abb. 16) 
Saarland, Saar-Pfalz-Kreis 
Von der kleinen Prioratskirche aus dem 12. Jahrhundert ist die bemerkenswerte Ost¬ 
anlage erhalten. Das Schiff, ein Saal, wurde nach Zerstörung im letzten Krieg verän¬ 
dert wiederaufgebaut. Die Ostanlage besteht aus einem Chorquadrat mit Chorturm, 
an das sich drei Konchen anschließen. Das Chorquadrat ist mit einem Kreuzrippen¬ 
gewölbe mit breiten Bandrippen eingewölbt, der Turm mit einem Satteldach ausge¬ 
führt. 
Vantoux, ehern. Prioratskirche St. Bartholomäus (Abb. 17) 
Moselle, Arr. Metz-campagne, Cant. Montigny-les-Metz 
Die Kapelle, heute in Privatbesitz, ist ein kleiner flachgedeckter Saal mit einbezoge¬ 
nem dreiteiligen Turmunterbau im Westen. Der quadratische Turm ist mit Pyrami¬ 
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