Full text: Das Saarrevier zwischen Reichsgründung und Kriegsende

Hanns Klein. 
Das stellvertretende Generalkommando des Saarbrücker 
XXI./XVI. Armeekorps als Organ der Militärverwaltung im 
Ersten Weltkrieg. 
1. Literatur, Quellen, Forschung 
Dem Überblick über die Literatur und Quellen, den Forschungsstand und den 
regionalhistorischen Hintergrund möchte ich vorausschicken, daß der Hinwendung 
zum Thema keine spezifisch militärgeschichtliche Fragestellung und auch kein Interes¬ 
se an seiner monographischen Aufarbeitung zugrundelagen. Ausgangspunkt war 
einfach die Beschäftigung mit der Geschichte der preußischen Saarkreise für den 
anstehenden dritten Band der „Geschichtlichen Landeskunde des Saarlandes“, und da 
Preußens Präsenz an der Saar mit dem und durch den Ersten Weltkrieg ihr Ende fand, 
galt es zunächst, sich mit diesem in mehrfacher Hinsicht dunklen Kapitel unserer 
Landesgeschichte hinlänglich vertraut zu machen. Dies führte fast zwangsläufig zu 
dem seit der Mobilmachung 1914 das öffentliche Leben kontrollierenden und 
reglementierenden Saarbrücker Generalkommando. 
Ernüchternd und zugleich anregend wirkte dabei, daß es auf lokaler und auch 
regionaler Ebene Literatur zu dieser wohl wichtigsten Institution an der sogen. 
Heimatfront bis vor kurzem nicht gab, allenfalls sporadische Erwähnungen in den 
meist unkritischen, der uniformen Glorifizierung soldatischer Traditionen verpflichte¬ 
ten Regiments- und Formationsgeschichten oder in der einen oder anderen Ortschro¬ 
nik.1 Ansätze zur Schließung der Forschungslücke - auch eine Folge des mit 
Kriegsende anhebenden politischen und publizistischen Kampfes um Rhein und Saar, 
der die Niederlage verdrängen und heroisieren half, - bieten erst in jüngster Zeit 
Fritz Jacoby und Wolfgang Läufer mit der Einführung in ihre zur 60. Wiederkehr des 
Waffenstillstandes im November 1978 veranstalteten Archivalienausstellung und 
* Mit Anmerkungen versehene und in den Abschnitten 4, 6 und 8 etwas erweiterte Fassung des 
Referates vom 30. September 1988. Die Auflösung der im Text und in den Anmerkungen 
verwendeten Abkürzungen findet sich am Ende des Aufsatzes. 
1 Vgl. etwa S. Delges, Saarlouis-Roden, 1933, S. 84 ff., H.-W. Herrmann, Ortschronik von 
Riegelsberg, 1980, S. 158 ff., F. Hilgers, Saarheimat im Wandel der Zeit, 19232, S. 263 ff., 
H. Klein, Gesch. des Landkreises Saarbrücken, in: Grenze als Schicksal, 1966, S. 82 ff., 
B. Krajewski (Hg.), Neunkirchen/Saar, 1955, S. 125 ff., R. Kretzschmer, Gesch. der 
Stadt Saarlouis, 1982, S. 683 f., ders., Gesch. der Stadt St. Wendel, 1986, Bd. 3 S. 189 ff., 
H. Krueckemeyer (Hg.), 25 Jahre Stadt Saarbr., 1934, S. 68 f. 121 ff., J. Zewe, Gesch. der 
Gemeinden Schiffweiler, Landsweiler, Stennweiler u. Welschbach, 1930, S. 76 ff., 104 ff. - 
Die Heimatromane von M. Brittmacher-Croon, Und wir daheim? Kriegsnot der Frauen u. 
Mütter, 1931, u. C. Schmauch, Als Vater u. ich in den Weltkrieg zogen, o. D. (1926), 
treffen zwar Stimmung u. Alltag, lassen jedoch keine lokalen u. personalen Bezüge erken¬ 
nen. 
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