Full text: Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

Mathilde, der Andlauer Äbtissin, belegt94^. Die Äbtissin Mathilde regelte das 
Weiderecht, das die Einwohner von Waldolsheim im Wald Montzau hatten. Hugo 
VIII. wird hier zwar nicht explizit als Andlauer Vogt angeführt, wir können aber 
davon ausgehen, daß er bei dieser Handlung als Vogt amtiert hat. Ab 1147 ist Hugo 
VIII. jedoch bis 1175 regelmäßig als Andlauer Vogt bezeugt947. Aus einer Urkunde 
5446 Druck der Urkunde bei Schöpflin, Afsatia diplomatica !, Nr. 276, S. 230 f, mit Jahr 
1145; weiterer Druck bei Würdtwein, 7. Bd., Nr. 51, S. 134 f., mit Berichtigung der 
Datumsangabe in 1144: Anno incarnationis Dominicae millesimo centesimo 
quadragesimo quarto, indictione VII. Innocentio secundo papa papauté Cuonrado 
secundo régnante, Hugone comité de Tagesburch, Theoderico comité regionario actum 
publice mense Majo die VII, in Eleonis Monasterio (Zitat nach dem Druck bei 
Würdtwein). 
947 6. September 1147: Hugo VIII. von Dagsburg wird in dem Privileg von Papst Eugen III, 
für Etival als Vogt von Andlau genannt: comitisque Hugonis ejusdem ecclesiae advocati. 
Außerdem wird eine Schenkung Hugos von Dagsburg an Etival in der Gemarkung 
Dambach und eine Schenkung (oder Lehen) in Sigolsheim (Salwamunt) erwähnt. Druck: 
Eugenii III Romani pontificis epistolae et privilégia, 1. Bd., in: MPL 180, Sp. 1274-1278. 
Regest: Jaffé-Löwenfeld. 9128. - Zwischen dem 18. Juni 1155 und dem 1. September 
1159: Graf Hugo VIII. von Dagsburg amtiert als Vogt von Andlau (... advocati nostri 
cornitis Hugonis de Dasborc) in einer Urkunde der Äbtissin Mathilde von Andlau, in der 
sie dem Abt Umbrand von Hohforst/Haute-Seille die freie Mitbenutzung der Allmende in 
Dann bei Romansweiler und das Recht des Giitererwerbes ebendort von den 
andlauischen homines zugesteht. Original der Urkunde in Nancy, AD M-et-M, H 631, 
Druck der Urkunde bei Büttner, Andlauer Besitz und Reichsgut, Nr. 1, S. 27 f. (im Ndr. 
S. 291 f.). Zur Interpretation und Datierung siehe ebda., S. 19 u. 27 (im Ndr. S. 285 u. 
291). - Urkunde kurz vor dem 3. März 1158: Hugo VIII. ist in seiner Funktion als Vogt 
von Andlau in einer Urkunde der Äbtissin Mathilde von Andlau anwesend, in der diese 
mit Zustimmung ihres Vogtes Hugo von Dagsburg den Sindelsberger Nonnen eine 
Wasserleitung überlassen hat. Druck der Urkunde bei E. Herr, Das ehemalige 
Frauenkloster Sindelsberg. Urkundenbuch mit einleitenden historischen Untersuchungen, 
Straßburg 1912, Nr. 8, S. 106 ff.; weiterer Druck bei Würdtwein, 9. Bd., Nr. 185, S. 359 
f. Zur Datierung siehe die Vorbemerkung zu D F I 207, S. 346 f. - 3. März in Straßburg 
1158: Graf Hugo von Dagsburg ist in seiner Funktion als Vogt von Andlau in einer 
Urkunde Kaiser Friedrichs I, anwesend, in der der Kaiser den Sindelsberger Nonnen 
bestätigt, daß die Äbtissin Mathilde von Andlau und ihr Vogt Hugo von Dagsburg ihnen 
eine Wasserleitung überfassen haben. Druck der Urkunde: D F I 207, S. 346 f., Regest: 
RegBfeStr. I, Nr. 559, S. 338. - 1159: Hugo VIII. von Dagsburg und Metz stellt eine 
Urkunde aus, in der er wohl in seiner Funktion als Vogt der andlauischen Besitzungen 
dem Kloster Hohforst/Haute-Seille ein Weide- und Holzrecht in der Herrschaft Dagsburg 
gewährt. Original in Nancy, AD M-et-M, H 594, Druck der Urkunde bei Büttner, 
Andlauer Besitz und Reichsgut, Nr. 3, S. 29 f. (im Ndr. S. 293 f.). Zur Interpretation der 
Urkunde siehe ebda, S. 19 u. 29 (im Ndr. S. 285 u. 293). - 1167: Hugo VIII. ist Zeuge in 
einer Urkunde der Äbtissin Haziga von Andlau, in der diese der Abtei Baumgarten den 
Grund Salemberg schenkt. In dieser Urkunde wird auch der Untervogt Arnulf erwähnt 
(Amulfus subadvocatus). Druck der Urkunde bei Würdtwein, 10. Bd., Nr. 10, S. 27 ff. - 
1172 Hugo VIII. stimmt als Vogt von Andlau der Investitur des Klosters Etival und der 
Investitur des Etivaler Abtes Walter durch die Äbtissin Hatvidis von Andlau zu: In 
Christi ergo nomine ego Hatvidis Dei gratia Andelacensis abbatissa vocata, & universae 
Sorores Capituli nostri, notum facimus generationi, quae nunc est, & quae ventura est, 
quod communi consilio & consensu Canonicorum nostrorum, & cornitis Hugonis 
advocati nostri & reliquorum ministerialium ... concedimus ordini Praemonstratensi 
investituram ecclesiae stivagiensis. Außerdem wird er zusammen mit seinem Sohn 
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