Full text: Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im Hoch- und Spätmittelalter

d'Esche [= Metzeresche]105. Gleiches berichten Besitzlisten aus dem 18. Jh.106 und 
die einschlägige Literatur107. Auf die wüstgefallene Siedlung zu beziehen sind 
wohl einige Notizen im Archivinventar von Weiler-Bettnach. 1277 schenkte Mat¬ 
thias von Luttange der Abtei Güter in Hay, Guerlange und Rurange(-16s- 
Thionville). Im darauffolgenden Jahr erhielt Weiler-Bettnach Einkünfte in Luttan¬ 
ge, Ay, Guerlange und Rurange108. Daß es sich um das auf dem Bann von Metzere¬ 
sche einstmals gelegene Dorf handelt, unterstreicht die in der gleichen Liste unter 
Esch verzeichnete Angabe, die Dame Rose habe 1277 dem Kloster die Rechte 
übertragen, die Michel Juvait, einer der Herren von Luttange, in dem Allod Esch 
sowie in Rurange und Guerlange innehatte. Eine Vereinbarung zwischen Weiler- 
Bettnach und den Herren von Luttange bezog sich 1294 auf Einnahmen in Bette- 
lainville, Ay, Cellange, Guerlange und Rexange109. Für die Bezugnahme auf die 
Wüstung Ay sprechen die in die Angelegenheit involvierten Herren von Luttange 
ebenso wie die übrigen Ortschaften. Schwierigkeiten ergeben sich auch aus der Zu¬ 
ordnung der Ortsnamen Guerlange und Rurange: es kommen hier die jeweils be¬ 
nachbarten Paare Guirlange/Rurange-les-Megange sowie Guelange/Rurange-les- 
Thionville in Frage. Letztgenanntem ist aber eindeutig Priorität einzuräumen. Auf 
die Wüstung Ay - oder aber auf Metzeresche selbst - wird man auch eine Urkunde 
des Ritters Johann von Perl, genannt der Perler, Einwohner von Sierck, zu bezie¬ 
hen haben. Er gab 1377 vom Kloster in Erbpacht erhaltene Güter zurück, welche 
gulde und guod geheissen sind daz guod von Heys uf den Kamen gelegen und an¬ 
derswo. Die jährlichen Abgaben werden damit eingestellt110. Die Angabe, das 
Land habe an der Canner gelegen, schließt Ay-sur-Moselle oder Hayes aus. 
Ay-sur-Moselle (GdeKtn. Vigy). 
Wie bei der vorangehenden Wüstung bereitet auch bei Ay-sur-Moselle die Zuord¬ 
nung Probleme. Einzig gesichert scheint diese bei einem Hinweis auf ein Weistum 
von 1440, das Rechte in Ay und Ennery behandelte111. Die unmittelbare Nachbar¬ 
schaft der beiden Orte schließt eine andere Identifizierung aus. 
105 ADMH 1758, fol. 8v. 
106 ADM H 1759 [1705] und ADM H 1757 Nr. 22, S. 23f. Art. 32 [1741 IV 2]. 
107 REL II, S. 274; ALTE TERRITORIEN II, S. 417 und 483. 
108 Beide ADMH 1713, S. 79. 
109 ADMH 1713,S. 21. 
110 ADM H 1720; ADMM B 941 Nr. 4a [ 1377 IX 22]; EYER, S. 310 Nr. 2001. 
111 ADM H 1713, S. 79. 
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