Full text: Lotharingia

VORWORT 
Im Auftrag des Ministerpräsidenten des Saarlandes haben die beiden Herausgeber in dessen 
von 1990 bis 1994 währenden Amtszeit als Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutsch¬ 
land für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische 
Zusammenarbeit ein wissenschaftliches Kolloquium in Saarbrücken vom 24. bis 26. Mai 
1994 unter dem Thema organisiert, das auch Titel dieses Sammelbandes ist. Bewußt 
beschränkten wir uns nicht auf die politische Geschichte dieses Herrschaftsbereiches, son¬ 
dern auch aus dem Blickwinkel der Wirtschaftsgeschichte, der Geistes-, Sprach- und Kunst¬ 
geschichte wurde Lotharingien betrachtet und Eigenheiten, soweit erkennbar, aufgezeigt. 
Zeitlich spannten wir den Rahmen von der Mitte des 9. Jh. bis zur Mitte des 11. Jh., gingen 
also über die Regierungszeiten König Lothars II. und König Zwentibolds erheblich hinaus 
bis zu dem Zeitpunkt, zu dem das Herzogsamt im nördlichen und südlichen Teil zwei ver¬ 
schiedenen Persönlichkeiten übertragen und dadurch der lotharingische Raum endgültig in 
einen oberlothringischen und in einen niederlothringischen unterteilt wurde. 
Als Organisatoren dieses Kolloquiums haben wir auch den Auftrag angenommen, den wis¬ 
senschaftlichen Ertrag der Veranstaltung in der Reihe der Veröffentlichungen der Kommis¬ 
sion für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung zu publizieren. Leider hat Herr 
Francois Heber-Suffrin den Text seines Referates „Les arts en Lotharingie" nicht innerhalb 
eines vertretbaren Zeitraums liefern können. Um die kunstgeschichtlichen Aspekte des Kol¬ 
loquiums nicht ganz beiseite zu lassen, publizieren wir das von ihm vor der Tagung gelie¬ 
ferte Resümee und einige Abbildungen von Kunstwerken. 
Erfreulich ist, daß zwei Beiträge über den lotharingischen Episkopat von Michèle Gaillard 
und Jean-Louis Küpper, die unserer Ansicht nach trefflich die Referate der Tagung ergänzen, 
in den Band eingefügt werden konnten. 
Wir danken allen, insbesondere dem Bundespresseamt, die durch finanzielle Zuwendungen 
die Drucklegung des Bandes ermöglicht haben, und den verschiedenen Institutionen für die 
Überlassung von Abbildungsvorlagen und Reproduktionsgenehmigungen. 
Saarbrücken, im Mai 1995. 
Hans-Walter Herrmann 
Reinhard Schneider 
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