Full text: Geschichte der Elektrizitätsversorgung des Saarlandes unter besonderer Berücksichtigung der Vereinigten Saar-Elektrizitäts-AG

erfolgreich vorgebeugt. Abschluß des gesamten Vertragskomplexes war ein Stromlie¬ 
ferungsvertrag der Stadt mit der neuen SVG, ebenfalls vom 20.06.1912, in dem die Stadt 
den von der Bergwerksdirektion bezogenen Strom (2,2 Pfennig/kWh, zwischen 41-45 
Mark pro maximal entnommenes kW)60 zu folgenden Bedingungen weiterlieferte: 2,4 
Pfennig/kWh sowie „für jedes maximal gleichzeitig entnommene kW“ jährlich eine 
Grundgebühr von 50 Mark61. Ubergabestellen des „Drehstromes von Frequenz 50 
und etwa 10.200 Volt Spannung“ sollten noch vereinbart werden; eine Preisermäßi¬ 
gung des elektrischen Stromes seitens des Bergfiskus verpflichtete sich die Stadt aller¬ 
dings lediglich zu 50 % (§ 4) an die SVG weiterzugeben. Die vorgenannten Verträge 
brachte die Stadtgemeinde Saarbrücken am 20.06.1912 entsprechend ihren vertragli¬ 
chen Vereinbarungen mit der Bürgermeisterei Bischmisheim zur Gründung in die 
„Elektricitäts- und Gas-Vertriebsgesellschaft Saarbrücken Actiengesellschaft“ ein: Der 
Weg in die Zukunft der ersten, über den begrenzten Raum einer einzelnen Stadt oder 
Gemeinde hinausgehenden Elektrizitätsversorgungsgesellschaft im Saarrevier war 
immer noch schwierig, aber nunmehr zumindest sicher abgesteckt. 
60 LA Sbr. 564/1323, S. 36ff. 
61 VSE-AHV, ebf. StadtA Sbr. BG 7156. 
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