Full text: Geschichte der Elektrizitätsversorgung des Saarlandes unter besonderer Berücksichtigung der Vereinigten Saar-Elektrizitäts-AG

zwischen so verhärtet, daß der einen Seite der bewußte Anschluß an den 
Nationalsozialismus unterstellt und Vertreter der anderen Richtung als „vaterlandslo¬ 
se Gesellen“ bezichtigt wurden. Auch die VSE konnte sich hiervon nicht freimachen: 
Politische Rücksichtnahme leitete die Entscheidung des Vorstandes, daß nach Aufgabe 
der Installationsabteilung der VSE eine Reihe entbehrlicher Monteure nicht entlassen, 
sondern bis in die Zeit nach der Abstimmung Anfang 1935 weiterbeschäftigt 
wurden350. 
350 Vorstand und Aufsichtsrat der SLE/VSE waren im Zeichen steigender Arbeitslosigkeit wie¬ 
derholt vom Verband der Elektrotechnischen Installationsfirmen und von den Parteienver¬ 
tretern aufgefordert worden, die entsprechende Abteilung der SLE/VSE zugunsten der 
freien Installateure aufzulösen. Diese Appelle blieben ohne Erfolg, da das Unternehmen bis 
zur Vergrößerung des Versorgungsgebietes beträchtliche Gewinne aus dem Installationsge¬ 
schäft gezogen hatte (vgl. ASV Sbr. GS-24, 27.02.1930; StadtA Sbr. BG 2536, 19.05.1932; 
LA Sbr. Dep. Sulzbach Fach 101, Nr. 7 19.03., 01.04., 12.02.1930. Die Konkurrenz zwi¬ 
schen freien Installateuren und den entsprechenden Abteilungen der EVU gab in dieser Zeit 
häufig Anlaß zu Auseinandersetzungen, vgl. z.B. Das deutsche Handwerk (1930), Bd. 4, S. 
452ff., 469ff. 
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